Heftige Kritik

Minister Karner teilt aus: "FPÖ macht im U-Ausschuss Treibjagd auf Polizisten"

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) übt heftige Kritik am Nationalratspräsidenten und dem Agieren der FPÖ im Untersuchungsausschuss: "Ein Nationalratspräsident in Jagdkleidung bläst zur Treibjagd".   

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) übt heftige Kritik an Nationalratspräsidenten Walter Rosenkranz (FPÖ) als Vorsitzenden des Untersuchungsausschusses und sagt, dass er als Minister sich vor die betroffenen Polizisten stelle. Vor der Sitzung am Mittwoch, wo zwei Polizisten als Auskunftspersonen geladen sind, teilt der Minister gegen die FPÖ aus.

"Obwohl mehrere Gerichtsurteile belegen, dass die Verschwörungstheorien rund um die Auffindung des Leichnams von Christian Pilnacek völliger Unfug sind, werden im U-Ausschuss rechtschaffen arbeitende Polizisten an den Pranger gestellt", sagt Karner.

"Treibjagd durch Nationalratspräsidenten in Jagdkleidung"  

"Die FPÖ bläst zur Treibjagd auf genau jene Polizistinnen und Kriminalisten, die akribisch und gewissenhaft ihre Aufgaben erfüllen", tobt Karner und hält fest: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Ein Nationalratspräsident in Jagdkleidung gibt den Jagdleiter gegen die Polizei. Seine Aufgabe als Präsident wäre es eigentlich, die Polizei und staatliche Institutionen zu schützen und den blau-grünen Attacken gegen einzelne Polizisten entgegenzutreten."

Nationalratspräsident Walter Rosenkranz (FPÖ) in Jäger-Kleidung,

Nationalratspräsident Walter Rosenkranz (FPÖ) in Jäger-Kleidung, daneben U-Ausschuss-Fraktionschef der FPÖ, Christian Hafenecker. Links hinter Rosenkranz der U-Ausschuss-Fraktionschef der SPÖ, Jan Krainer.

© Fuhrich

"Die Polizisten werden durch das Innenministerium weiterhin Unterstützung erhalten, um ihnen den bestmöglichen Schutz vor dieser FPÖ-Treibjagd geben zu können“, so Innenminister Gerhard Karner.

Belastung für Beamte sei enorm

Die Belastung für die betroffenen Streifenpolizisten, aber auch für ihr Lebensumfeld, sei "enorm", führt Karner aus. "Einerseits auf Grund der gehässigen Fragestellungen, andererseits auch wegen der intensiven medialen Berichterstattung, die nicht dem herkömmlichen Berufsbild eines Streifenpolizisten entspricht und mit dem Polizisten abseits von Führungsfunktionen keine Erfahrung haben."

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