Aufreger

Neue ORF-Chefin gibt 449.000 Euro für Berater aus

Jetzt kommt auch die neue ORF-Chefin Ingrid Thurnher schwer unter Druck: In ihrer knapp einmonatigen Amtszeit hat der ORF Berater-Verträge um fast eine halbe Million Euro beauftragt! 

Die Schlammschlacht im ORF geht in die nächste Runde. Diesmal im Fokus: Die neue ORF-Chefin Ingrid Thurnher. Denn Thurnher hat im ORF-Stiftungsrat am vergangenen Donnerstag penibel aufgelistet, wie viel Geld der ORF in den letzten Wochen für externe Berater ausgegeben hat.

Und die dort genannten Summen lassen nun die Wogen ordentlich hochgehen. oe24 liegt die detaillierte Auflistung der ORF-Generaldirektorin zu den externen Beraterkosten seit 13. März vor.

  • Demnach kostet alleine der eingerichtete Transparenzbeirat den ORF 280.000 Euro.
  • Für externe Juristen - die zusätzlich zur ORF-Rechtsabteilung hinzugezogen wurden - gibt der ORF 100.000 Euro aus.
  • Die Meldestelle „Rosa Elephant“, bei der Missstände gemeldet werden sollen, kostet 43.000 Euro.
  • Und für die externen Kommunikationsberater gab Thurnher Kosten in Höhe von 26.000 Euro an. Dabei verfügt der ORF über eine eigene Kommunikationsabteilung.

Insgesamt summieren sich die Berater-Ausgaben von 13. März bis 23. April damit auf 449.000 Euro!

Westenthaler Peter
© APA/ROLAND SCHLAGER

Westenthaler fassungslos

FPÖ-Stiftungsrat Peter Westenthaler zeigt sich gegenüber oe24 fassungslos über diese Beraterkostenexplosion: „Thurnher schmeißt in nur wenigen Wochen fast eine halbe Million Euro an Geldern der Zwangsgebührenzahler für sündteure aber ineffiziente Berater raus. Das ist ein denkbar schlechter Start.“ Drohender Nachsatz: „Es stellt sich darüber hinaus die Frage, aus welchem Budget Frau Thurnher diese Gelder genommen hat, denn diese Beraterkosten waren sicher nicht budgetiert.“

Thurnher hat neun Büro-Mitarbeiter

Für zusätzlichen Wirbel sorgt ORF-intern auch die Besetzung des Thurnher-Büros: Dort sind mittlerweile neun (!) Mitarbeiter tätig. Sechs Mitarbeiter hat Thurnher von ihrem Vorgänger Roland Weißmann übernommenen, drei weitere aus der Radiodirektion mitgenommen. Mit neun „Assistenten“ sei das jedenfalls das mit Abstand größte Generaldirektoren-Büro, das es jemals gab, wird im ORF geunkt.

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