ÖBAG Thomas Schmid

Dazu winkt Prämie von bis zu 210.000 Euro

oe24 enthüllt Geheim-Vertrag: 400.000 Euro für ÖBAG-Chef

ÖSTERREICH hat den Dienstvertrag von Verstaatlichten-Chef Thomas Schmid.

Wien. Thomas Schmid regt auf – wegen seiner Chats mit der ÖVP-Spitze und des Umstands, dass er sich als Ex-Generalsekretär im Finanzressort den Chefsessel der Verstaatlichten-Holding ÖBAG selbst auf den Leib schreiben durfte. ÖSTERREICH liegt jetzt der streng geheime Vorstandsvertrag Schmids vor. Fazit: mit 400.000 Euro Fixum ein sehr gut dotierter Vertrag, aber kein Skandal.

Spitzen-Gage

Schmid hat ein Grundgehalt von 400.000 Euro brutto im Jahr. Bundespräsident Van der Bellen verdient indes weniger: 316.650 Euro. Einer von Schmids Vorgängern, Peter Michaelis, hatte aber 700.000 Euro im Jahr. Als Generalsekretär hatte Schmid „nur“ 154.000 Euro Jahresgehalt kassiert.

Satte Prämien

Zu den 400.000 Euro sind zwei Arten von ­Prämien vorgesehen: Erfüllt Schmid die Unternehmensziele zu 100 %, stehen ihm zusätzlich 35 % des Jahresgehalts zu. In diesem Fall käme er auf 540.000 Euro pro Jahr (knapp 38.000 Euro im Monat). Erfüllt Schmid die Unternehmensziele zu 150 %, dann winken sogar 52,5 % Prämie, im Jahr hätte er maximal 610.000 Euro.

Spesen und Dienstauto

Schmid hat Anspruch auf einen Dienstwagen mit einer Leasingrate von maximal 500 Euro im Monat. Schmid nütze derzeit ein ­„Pool-Auto“. Dienstreisen kann er in der 1. Klasse der Bahn absolvieren, in der Business Class fliegt er nur bei Flugstrecken jenseits der drei Stunden.

Handy. Das ist im Vertrag nicht geregelt, Schmid habe ein iPhone X, ist aus der ÖBAG zu hören – entgegen früheren Zeitungsberichten ist es allerdings schwarz und nicht golden.

Brisant: Schmids Amtszeit

Und hier wird es spannend: Schmid unterschrieb den Vertrag am 27. März 2019 – schon am 29. trat er seinen Dienst an. Der Vertrag läuft demnach drei Jahre, also bis zum 28. 3. 2022. Allerdings: Die Entscheidung, ob der so schwer unter Beschuss geratene ÖBAG-Chef um zwei Jahre verlängert wird (also bis 2024!), muss bereits Ende September dieses Jahres fallen. Ob bis dahin die politischen Wellen rund um Schmid geglättet sind? Die ÖBAG gab zum Vertrag Schmids mit Hinweis auf die Persönlichkeitsrechte keine Stellungnahme ab. (Günther Schröder)

Das ist der Vertrag

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Vertrag ÖBAG
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