Die SPÖ will bei bei der EU-Sitzung am Donnerstag konkrete Ergebnisse zum Österreich-Aufschlag sehen.
Teuerung. Die Inflation ist in Österreich auf 2 % gesunken. „Die Regierung handelt“, sagt SPÖ-Klubvize Julia Herr. Ihr ist der Österreich-Aufschlag als großes Teuerungsproblem aber weiter ein Dorn im Auge.
Essen bei uns viel teurer als in Deutschland
Laut Konsumerhebung bezahlen die Menschen in Österreich im Schnitt 1.000 Euro mehr pro Jahr für ihren Lebensmitteleinkauf als in Deutschland. Auch Drogerieprodukte sind teils doppelt so teuer wie in Österreich. „Das liegt an territorialen Lieferbeschränkungen“, sagt Herr. Internationale Konzerne zwingen Austro- Händler, nur bei ihren Österreich-Ablegern einzukaufen– und die bieten ihre Produkte teurer an. „Das ist eine bodenlose Frechheit.“
- Coca-Cola 0,5 L Flasche kostet bei einem deutschen Händler 1,39, in Österreich 1,79 Euro. Rund ein Drittel mehr.
- Lavazza-Kaffee 250g kostet in Deutschland 5,99 und in Österreich 8,49 Euro (+42%).
- Ein Marken Ananassaft kostet in Deutschland 10 Prozent weniger als in Österreich.
Die SPÖ hat noch mehr Beispiele für oe24 gesucht, wie etwa Markenpizzen von Dr. Oetker (+12%) oder gestückelte Tomaten (+10%).
"Allianzen gäbe es genug"
„Der Österreich-Aufschlag lässt sich nur auf EU-Ebene bekämpfen. Allianzen gäbe es dafür genug“, sagt Herr und nennt andere kleine Länder, die unter unfairen Preisaufschlägen leiden, wie Belgien, Tschechien, Luxemburg, Niederlande, Kroatien, Griechenland und Slowenien.
SPÖ-Klubvizechefin Julia Herr.
Julia Herr fordert heute konkrete Ergebnisse bei der EU-Sitzung des Wettbewerbsrats.