Nach dem Spektakel auf Schnee und Eis haben sich die Athletinnen und Athleten am Sonntagabend bei der Schlussfeier in der fast 2.000 Jahre alten Arena in Verona von den Olympischen Winterspielen verabschiedet.
Österreichs Fahne trugen dabei die beiden Gold-Gewinner Snowboard-Crosser Alessandro Hämmerle und Skeleton-Pilotin Janine Flock. Die nächsten Winterspiele sind in vier Jahren in den französischen Alpen. Zuvor finden 2028 die Sommerspiele in Los Angeles statt.
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Neben dem Duo waren aus Österreichs Team nur noch wenige Athleten dabei: Eiskunstläuferin Olga Mikutina, aus der Eisschnelllauf-Abteilung Gabriel Odor, Anna Molnar und Jeannine Rosner sowie Shorttracker Nicolas Andermann. Die allermeisten sind längst schon abgereist.
Schlussfeier am Ort ohne Spiele
Erstmals ging die Schlussfeier vor rund 8.000 Zuschauern an einem Ort über die Bühne, wo es überhaupt keine Wettbewerbe gegeben hatte: weder bei den offiziellen Gastgebern in Mailand und Cortina d'Ampezzo noch in einem anderen der Austragungsorte, sondern in der Arena von Verona. Das antike Amphitheater ist durch große Opern-Aufführungen im Sommer bekannt. Um 22.41 Uhr erlosch das olympische Feuer. Es seien "wahrhaft, magische" Spiele gewesen, sagte die neue Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Kirsty Coventry.
Die frühere Schwimm-Olympiasiegerin lobte die Gastgeber: "Ihr habt Winterspiele der neuen Art veranstaltet und einen neuen Standard für die Zukunft gesetzt." Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni würdigte die Spiele als Quelle "unvergesslicher Emotionen und langanhaltenden Stolzes". In den sozialen Medien dankte sie den Athletinnen und Athleten für ihre "herausragenden Leistungen, ihren Einsatz und Teamgeist". Ebenso dankte sie allen, die an der Organisation der Spiele beteiligt waren. "Sie haben der Welt ein Bild von Schönheit und Kompetenz vermittelt, das dem gesamten Land Ehre gemacht hat", schrieb Meloni.
Nicht nur Applaus
Für die Spiele hatte es nicht nur Applaus gegeben. Am Sonntag demonstrierten mehrere Hundert Menschen in Verona gegen die Spiele. Kritik richtet sich unter anderem dagegen, dass trotz anderslautender Pläne Sportstätten wie der Eiskanal in Cortina völlig neu gebaut oder enorm ausgebaut wurden, wie das Biathlon-Stadion in Antholz in Südtirol. Die Veranstalter hatten ursprünglich versprochen, für die "nachhaltigsten Spiele aller Zeiten" zu sorgen.