Diashow ORF-Redakteurs-Aufstand gegen Wrabetz

1.316 Unterschriften

ORF-Redakteurs-Aufstand gegen Wrabetz

ORF-General Wrabetz hält an Nikolaus Pelinka als seinem neuen Büroleiter fest.

„Ja, ich habe mich beworben und halte meine Bewerbung auch aufrecht“, sagt Nikolaus Pelinka zu ÖSTERREICH. „Rund 75 % der ORF-Journalisten haben gegen Postenschacher unterschrieben. Pelinka ist inakzeptabel“, kontert der ORF-Redakteursrat.

Rund 200 Personen haben sich für den Job als Büroleiter von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz beworben, Dienstagnacht endete die Ausschreibungsfrist. Jenen Job, für den Wrabetz Pelinka vorgesehen hat.

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Kurz-Biografie: Das ist Niko Pelinka

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    Mehr als ein Viertel aller Wahlberechtigten haben unterschrieben

    Mehr als 1.316 ORF-Journalisten haben eine Petition des ORF-Redakteursrates unterzeichnet, die sich gegen das Personalpaket von Wrabetz ausspricht.

    „Dass Niko Pelinka, der als Stiftungsrat zurückgetreten ist, jetzt den SPÖ-Freundeskreis eingeladen hat, zeigt, dass er nicht parteiunabhängig ist, sondern offenbar dort weiter die Fäden ziehen möchte“, kritisieren die Redakteure. ZIB2-Moderator Armin Wolf geht auf Twitter noch weiter: „Ich halte es für unvorstellbar, dass N. Pelinka nach diesem Mail noch GD-Bürochef wird.“

    Der Wortlaut:


    (Zur Großansicht bitte auf das Bild klicken)

    In der kritisierten E-Mail hat Pelinka die SPÖ-Stiftungsräte zu einer Sitzung eingeladen. Er wolle sich dort nur verabschieden, kontert Pelinka. Aber Wolf dürfte die Rechnung ohne Wrabetz gemacht haben.

    Protest ändert nichts an Wrabetz-Entscheidung
    ÖSTERREICH-Recherchen ergeben, dass Wrabetz an Pelinka festhalten wolle. Daran würden auch „die Unterschriften der Redakteure oder des Betriebsrates nichts ändern“, sagt ein ORF-Mann.

    Indes möchte der ORF-Stiftungsrat die Postenbesetzung im nächsten Stiftungsrat am 20. Jänner diskutieren. Laut einem ORF-Insider wollen Stiftungsräte aus mehreren Parteien das „unternehmensschädigende Verhalten“ thematisieren. Allzu scharf können ÖVP- und FPÖ-Stiftungs­räte nicht gegen die Pelinka-Bestellung vorgehen: Immerhin hat Wrabetz neben dem 25-Jährigen auch mehrere ÖVP-Stiftungsräte in Top-Jobs gehievt.

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