Der ORF kommt nicht zur Ruhe! Die Causa Weißmann enthüllt immer mehr skandalöse Zustände. Stiftungsrat Peter Westenthaler geht im oe24-Interview mit dem Rundfunk hart ins Gericht.
Westenthaler knöpfte sich am Donnerstag verschiedene Berichte im ORF vor und berichtet im Interview mit Isabelle Daniel von den Zuständen im ORF.
"Ich darf natürlich über diese streng geheimen Berichte keine Details verraten. Diese darf man nur streng geheim in einem Kammerl in Ostblockmanier lesen, mit einer Aufpasserin, die sogar die Handys absammelt", so Westenthaler.
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"Was ich darf, ist, meine Meinung und Schlussfolgerung zu artikulieren. Ich bin entsetzt: Sodom & Gomorra ist ein Kaffeekränzchen dagegen, was sich da im ORF abspielt", ist der 58-Jährige schockiert.
"Meine Frage ist: Worauf wartet Ingrid Thurnher eigentlich? Wenn man das liest, ist nicht nur Gefahr in Verzug und man muss den ORF vor diesen Leuten schützen", erklärt der ORF-Stiftungsrat.
"Fall für Staatsanwalt"
Und schickt hinterher: "Es gilt für alle die Unschuldsvermutung, aber es gibt ja den Verdacht auf Untreue, Bilanzfälschung und schwere Verstöße seit dem Jahr 2021. Es muss sofort Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet werden. Die müssen dort einreiten und sich diese Akten holen."
Konkret geht es um die Fälle Strobl, Ziegler und Schöber: "Wenn man das liest, wird einem schlecht, wie da mit den Gebührengeldern der ORF ausgeweidet wurde. Jetzt ist mir auch klar, dass so viele Leute nicht wollen, dass diese Berichte gelesen werden. Das sind keine 0815-Berichte, da haben 50-60 Mitarbeiter ausgesagt. Frau Thurnher muss sofort handeln!"