Pünktlich zum 70. Gründungsjubiläum präsentiert sich die FPÖ in Feierlaune - und legt in der aktuellen oe24-Umfrage noch zu.
Blaue sind in diesen Tagen nicht nur wegen des Geburtstages ihrer Partei in Hochstimmung. Die aktuelle Lazarsfeld-Umfrage für oe24 (2.000 Befragte, Schwankung 2,2 %) bescheinigt den Freiheitlichen unter Herbert Kickl einen massiven Höhenflug.
Kickl auf den Spuren von Kurz
Mit aktuell 37 % stößt Kickl in Wählerregionen vor, die zuletzt Sebastian Kurz im Jahr 2019 (37,5 %) erreichte. Die FPÖ profitiert dabei massiv vom Unmut über die Teuerung, hohe Spritpreise und geplante Sparpakete. Dass globale Krisenherde oft von ideologisch nahestehenden Akteuren befeuert werden, scheint das Wählerinteresse dabei kaum zu bremsen.
Die Werte im Überblick (Sonntagsfrage):
FPÖ: 37 % (+ Vorsprung ausgebaut)
SPÖ: 19 % (hinter Wahlergebnis 2024)
ÖVP: 18 % (Allzeittief, Absturz unter 20 % nach Ölpreis-Schock)
Grüne: 11 %
NEOS: 7 %
KPÖ: 4 % (Einzug ins Parlament möglich)
Debakel für die "Ampel"
Die aktuellen Regierungsparteien werden von den Wählern hart abgestraft. Besonders bitter: Die ÖVP rutscht mit 18 % auf den schlechtesten jemals gemessenen Wert bei Lazarsfeld ab und rangiert damit sogar hinter der kriselnden SPÖ.
Das Macht-Vakuum: Eine Neuauflage oder Fortführung der aktuellen Konstellation ist derzeit mathematisch völlig außer Reichweite. Mit insgesamt nur 84 Mandaten (notwendig sind 92) hätte die aktuelle Koalition im Fall einer Neuwahl keine Mehrheit mehr im Nationalrat, während die FPÖ einsam an der Spitze thront.