ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti übt scharfe Kritik an der FPÖ und deren Parteichef Herbert Kickl.
"FPÖ-Chef Kickls verzweifelter Versuch, sein großes Vorbild Viktor Orbán im Rahmen eines globalen Schulterschlusses der Rechtsextremen an der Macht zu halten, ist gescheitert", urteilt ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti am Montag via Aussendung.
Orbáns Partei Fidesz unterlag bei der Parlamentswahl am Sonntag dem Herausforderer der TISZA-Partei Peter Magyar, der sogar eine Zwei-Drittel-Mehrheit erreichte.
ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti am Donnerstag, 7. August 2025.
Marchetti sieht darin auch eine "krachende Niederlage für Orbáns blaue Wahlkampfhelfer in Österreich“. Und: "Dass Orbán nach seiner offen zur Schau getragenen Solidarisierung mit Trump und Putin abgewählt wurde, sollte der FPÖ zu denken geben: Denn der Wahlausgang in Ungarn ist ein klares und unmissverständliches Signal an all jene, die sich mit ebendiesen Krawallmachern verbrüdern, die Europa durch ihr skrupelloses Verhalten ins Chaos stürzen."
Kickl lobt Orbáns "historische Verdienste"
Auch FPÖ-Chef Kickl reagierte bereits via Aussendung auf die Ungarn-Wahl. "Das ungarische Volk hat gesprochen und seine Entscheidung getroffen. Oberster Auftrag für jeden Demokraten ist es, das Machtwort des Souveräns zur Kenntnis zu nehmen. Genau das hat auch Wahlverlierer Viktor Orbán entgegen anders lautender Ankündigungen seiner Kritiker und Gegner im Vorfeld der Wahl getan."
Der FPÖ-Chef lobte zudem Orbáns "historische Verdienste in Sachen Grenzschutz, dem Bemühen um Frieden zwischen Russland und der Ukraine, dem Kampf gegen den EU-Zentralismus und dem LGBTIQ-Kult ungebrochen“