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Umfrage: Alle verlieren an Vertrauen - nur Kickl nicht

Das öe24-Polit-Baromater zeigt einen massiven Vertrauensverlust aller Parteiobleute - mit einer Ausnahme: Herbert Kickl.

Vor einem Jahr - rund einen Monat nach dem Start der Ampel-Koalition - schien die Welt für die drei Regierungsparteien vergleichsweise noch in Ordnung zu sein: Auf die Frage, welchen österreichischen Spitzenpolitiker Sie vertrauen können, lagen alle Parteiobleute so um die 30 %. Nur das Image von SPÖ-Chef Andreas Babler war damals schon angeschlagen.

Umfrage: Alle verlieren an Vertrauen - nur Kickl nicht
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Nun, ein Jahr später hat sich das Bild dramatisch gewandelt, wie die aktuelle Erhebung der Lazarsfeld Gesellschaft zeigt: Von Christian Stocker (ÖVP) über Babler bis zu Beate Meinl-Reisinger (NEOS) - alle haben sie mit einem massiven Vertrauensverlust zu kämpfen.

Baber Stocker Meinl

Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ), Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) am Mittwoch, 18. März 2026, anl. einer Sitzung des Ministerrats im Bundeskanzleramt in Wien. 

© APA/HELMUT FOHRINGER

Am schlimmsten erwischte es Meinl-Reisinger, sie stürzte gleich von 29 auf 19 % ab, ein Minus von 10 Punkten. Stocker (-6) und Babler (-2) finden sich bei 22 bzw. 19 % Zustimmung wieder.

Sogar Bundespräsident Alexander Van der Bellen verliert drei Punkte.

Doch es gibt eine Ausnahme: Dass Herbert Kickl den Gang in die Regierung abgelehnt hat und mit unpopulären Maßnahmen nichts zu tun hat, hat sich für ihn ausgezahlt: Er gewann an Vertrauen und ist mit positiven Nennungen von 34 % derzeit bester Parteichef.

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Damit zeigt sich, wie gut die FPÖ-Strategie zieht, die alle anderen Parteien in einen Topf wirft und dieses "System" attackiert. Obwohl die FPÖ seit den 1950ern im Parlament ist, an inzwischen vier Bundesregierungen beteiligt war und aktuell in fünf Landesregierungen sitzt, gelingt es Kickl erfolgreich, sich als Rebellenfraktion darzustellen.

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