Medienminister

93.600-Euro-Medienstudie: Brisante Verbindung ins Babler-Kabinett

Eine von Medienminister Andreas Babler (SPÖ) beauftragte Studie sorgt für Wirbel. 

Nachdem oe24 am Wochenende enthüllte, dass Medienminister Andreas Babler (SPÖ) eine Studie zur Medienförderung für 93.600 Euro in Auftrag gab, taucht nun auch noch eine brisante Verbindung des Studienautors ins Kabinett des Vizekanzlers auf. 

Den Zuschlag für die Medienstudie erhielt, wie von oe24 berichtet, das "Medienhaus Wien" des SPÖ-nahen Medienforschers Andy Kaltenbrunner. Für einen hochrangigen Kabinettsmitarbeiter Bablers, der unter anderem die Medienagenden über hat, ist Kaltenbrunner kein Unbekannter. 

Der Babler-Mitarbeiter schrieb etwa seine Masterarbeit über Medienförderungen bei Kaltenbrunner. Und: Noch im Frühjahr 2025 - zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatte er bereits bei Babler angedockt - wirkte der Kabinettsmitarbeiter bei einer Studie des "Medienhaus Wien" mit. 

Auftrag knapp unter 100.000-Euro-Grenze

Mit 93.600 Euro liegt der Auftrag übrigens knapp unter der Grenze von 100.000 Euro, unter der keine öffentliche Ausschreibung erfolgen muss. Hier kann der Minister Aufträge also frei vergeben. 

Mit der Medienstudie sollen jedenfalls "Qualitätskriterien" erarbeitet werden, nach denen künftig Förderungen an Medien vergeben werden. Die Fertigstellung der Arbeit ist für Mai 2026 geplant. Wann sie veröffentlicht wird, ist hingegen "noch nicht bekannt". 

FPÖ ortet Angriff auf Pressefreiheit 

FPÖ-Mediensprecher Christian Hafenecker ortete bereits einen Angriff auf die Pressefreiheit: „Die Regierung will unliebsame Medien mit der Förderkeule disziplinieren und die Pressefreiheit unter staatliche Aufsicht stellen.“

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