Mit Steuergeld

Auch ÖVP-Minister ließ sich vor ORF-Interview coachen

Auch Landwirtschaftsministern Norbert Totschnig ließ sich vor einem Interview in der "ZiB2" coachen. 

Für 5.760 Euro ließ sich Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) auf die Pressestunde im ORF vorbereiten. Die Kosten dafür übernahm allerdings nicht die Partei, sondern das Ministerium. Bezahlt wurde die Vorbereitung also von den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern - was erwartungsgemäß für Wirbel sorgte. 

Dabei ist Babler nicht der einzige in der Minister-Riege, der sich in Bezug auf Medien beraten ließ. Wie von oe24 berichtet, nahmen auch die Ministerinnen Anna Sporrer (Justiz) und Korinna Schumann (Soziales) Medien-Trainings in Anspruch. Die beiden SPÖ-Ressortchefs sind auch neu auf dem politischen Parkett.

Totschnig: Knapp 4.000 Euro für Medien-Coachings

Schon länger in der ersten Reihe der Politik ist hingegen Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig. Der ÖVP-Politiker ist seit 2022 im Amt, setzt aber offenbar noch immer auf eine gute Vorbereitung. Denn Totschnig ließ sich am 20. März, also einen Tag vor einem "ZiB2"-Interview im ORF, von der "Intomedia Medientraining GmbH" coachen. Das geht aus der oe24 vorliegenden Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des FPÖ-Abgeordneten Michael Schnedlitz hervor. 

Zusammen mit einem weiteren Coaching, das bereits Anfang Februar abgehalten wurde, fielen Kosten in Höhe von 3.936 Euro an.

Totschnig, Laufer

Totschnig im "ZiB2"-Interview mit Moderatorin Margit Laufer am 21. März. 

© ORF 2 (Screenshot)

Die Leistungen der Agentur reichen von "Printtraining" über "Pressekonferenz-Training" bis hin zu "Medientraining Professional". In letzterem Kurs lernt man etwa wie man mit der "Dreiblock-Technik" innerhalb von 20 Sekunden auf den Punkt kommt. Oder wie man mit "Transitions und Trouble-Switches" auf "unangenehme Fragen" reagiert.

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