Politik

Rendi-Wagner: "Das Asylsystem funktioniert nicht"

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner im Interview auf oe24.TV über Doskozil, Umfragen, Migration.

oe24.TV: Sie haben im Sommergespräch gesagt, es gebe keine Migrationskrise. War das ein Fehler?

Pamela Rendi-Wagner: Da muss man das ganze Interview sehen. Klar ist: Wir haben ein riesiges Problem mit der irregulären Migration. Viele haben sich ohne Asylgrund auf den Weg nach Europa gemacht. Es kann nicht sein, dass sie ­alle in Österreich landen. Obwohl es eine Außengrenze gibt. In Ungarn wird nicht kontrolliert. Das europäische Asylsystem funktioniert nicht.

oe24.TV: Doskozil wirft Ihnen einen schwammigen Migrations-Kurs vor.

Rendi: Das ist ihm unbenommen, aber er hat die gleiche Meinung wie ich.

oe24.TV: Doskozil hat eine Umfrage beauftragt, wonach er als Spitzenkandidat der Bundes-SPÖ 5 Prozentpunkte vor Ihnen liegen würde. Trifft Sie das?

Rendi: Nein, das trifft mich nicht. Ich bin diese Woche genau vier Jahre Parteivorsitzende. Gefühlt gab es in diesen vier Jahren hundert Umfragen. Jetzt gibt es eine mehr. Die Welt ist heute dieselbe wie gestern.

oe24.TV: Bleibt Sie auch morgen dieselbe? Versucht man, Sie mürbe zu machen?

Rendi: Die Taktik überrascht mich. Sie macht aber nichts mit mir.

oe24.TV: Sie sind fest entschlossen zu bleiben?

Rendi: Auf jeden Fall.

oe24.TV: Jetzt hat der Salzburger SPÖ-Chef gesagt, dass die Frage der Spitzenkandidatur noch nicht fix sei? Ist sie fix oder nicht?

Rendi: Sie ist fix. Ich werde Spitzenkandidatin bei der nächsten Nationalratswahl sein.

oe24.TV: Und wenn Doskozil eine Kampfabstimmung beim Parteitag macht?

Rendi: Das kann er machen. Er hat es schon bei zwei Parteitagen nicht gemacht.

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