Gilt als sicher
Rendi-Wagner wird neue SPÖ-Chefin
Wie ÖSTERREICH und oe24 bereits berichteten, wird Pamela Rendi-Wagner neue SPÖ-Chefin. Ex-Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner wird erste weibliche Vorsitzende der SPÖ und damit Nachfolgerin ihres Mentors Christian Kern. Wohl auch mangels Alternativen versammelte sich die Partei am Freitag geschlossen hinter der 47-jährigen Quereinsteigerin.
Wiener und Burgenländer untersützen Rendi-Wagner
Die burgenländische SPÖ unterstützt in der Frage der Nachfolge von SPÖ-Obmann Christian Kern die frühere Gesundheitsministerin und SPÖ-Abgeordnete Pamela Rendi-Wagner als Erstes offiziell. Das Parteipräsidium hat sich Freitagnachmittag einstimmig für Rendi-Wagner ausgesprochen, hieß es aus der burgenländischen SPÖ gegenüber der APA. Die Burgenländer waren bisher gegenüber Rendi-Wagner skeptisch gewesen.
SPÖ-Landeshauptmann Peter Kaiser war freilich der Erste, der im ÖSTERREICH-Interview am Donnerstag bereits Rendi-Wagner als "sehr ernsthafte Kandidatin" bezeichnet hatte, für die er "sehr viel Sympathie" hege.
Hinter Kaiser sammelten sich bereits Donnerstag die SPÖ-Landesorganisationen von Tirol, Vorarlberg, Steiermark und Salzburg.
Gestern schlossen sich die niederösterreichischen Roten an.
SPÖ Wien für Rendi
Auch die SPÖ Wien und deren Vorsitzender Bürgermeister Michael Ludwig spricht sich für Pamela Rendi-Wagner als SPÖ-Bundesparteivorsitzende aus. Man habe sich in einer Präsidiumssitzung auf sie verständigt, hieß es in einer der APA übermittelten Stellungnahme. Die Wiener Partei galt bisher als Befürworterin von Doris Bures, die Zweite Nationalratspräsidentin hat aber am Freitag erneut abgewunken.
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Salzburg und Niederösterreich für Rendi-Wagner
Unterstützung für Ex-Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner als Nachfolgerin Christian Kerns an der Spitze der Bundes-SPÖ kommt auch aus Salzburg. "Wir unterstützen sie", sagte Parteichef Walter Steidl am Freitagnachmittag auf APA-Anfrage. "Natürlich werden einige Namen genannt, die sich auf wenige oder einen reduzieren", so Steidl. Mit einer Entscheidung sei spätestens am Sonntag zu rechnen.
Die Landesgruppe Niederösterreich der SPÖ unterstütze einstimmig den Vorschlag, Pamela Rendi-Wagner zur Parteivorsitzenden zu designieren. Diese Entscheidung des Landesparteipräsidiums vom Freitag teilte Landesparteichef Franz Schnabl am Nachmittag auf APA-Anfrage mit. Für Rendi-Wagner gebe es eine "extrem positive Stimmung", fügte er hinzu.
OÖ. SPÖ-Chefin Birgit Gerstorfer wollte Freitagnachmittag keine Stellungnahme abgeben, ob auch ihrer Landesorganisation Rendi-Wagner unterstützt: "Ich erlaube mir, darauf nichts zu sagen", meinte sie zur APA. Die Entscheidung werde intern aber kurzfristig getroffen. Wann genau verriet sie ebenfalls nicht.
Auch der neue Vorarlberger SPÖ-Parteivorsitzende Martin Staudinger wollte vor der offiziellen Präsentation der neuen Parteichefin oder des neuen Parteichefs keine Stellungnahme abgeben.
Auch Kaiser hat sich für Rendi ausgesprochen
In ÖSTERREICH hatte sich am Donnerstag bereits der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser für Rendi-Wagner als SPÖ-Chefin ausgesprochen. "Sie wäre eine sehr ernsthafte Kandidatin, für die ich viel Sympathie hege."
Kaiser lobt die Ex-Gesundheitsministerin deutlich: "Ich schätze sie sehr und kenne sie seit 2008, als sie noch führende Gesundheitsbeamtin war. Ich habe sie bereits damals als sehr engagiert und politisch ganzheitlich denkend erlebt. Und mir gedacht: Das wäre eine gute Politikerin. Sie hat meine Erwartungen noch übertroffen."
Doris Bures sagt als SPÖ-Chefin ab
Die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) dürfte sich nicht überreden lassen, die SPÖ-Spitze zu übernehmen. Am Freitag sagte sie in einer schriftlichen Stellungnahme wohl endgültig ab: "Mein Platz ist im Präsidium des Nationalrats."
+++ Alle Infos rund um die Kern-Nachfolge im Liveticker +++
+++ LIVE-Ticker +++
Das sagt ÖSTERREICH
Der Kommentar von ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner zu Rendi-Wagner als Kern-Nachfolgerin:
Kreisky hält Amtszeit-Rekord
Den Amtszeitrekord der Zweiten Republik - nämlich 16,75 Jahre (bzw. 6.112 Tage) - hält Bruno Kreisky, der der SPÖ 1970 erstmals Platz 1 bei Nationalratswahlen und den Kanzlerposten beschert hatte. Noch wesentlich länger waren die beiden ersten SPÖ-Vorsitzenden im Amt: Gründer Victor Adler blieb vom Gründungsparteitag 1888/1889 in Hainfeld bis zu seinem Tod am 11. November 1918 fast 30 Jahre lang an der Parteispitze. Danach übernahm Karl Seitz die Parteiführung und übergab sie formal erst zur Wiedergründung der Partei 1945 an Adolf Schärf. Die durchschnittliche Amtszeit der elf SPÖ-Chefs seit 1945 betrug - den frühen Abgang Kerns eingerechnet - etwas über acht Jahre.
Kern kürzest dienender SPÖ-Chef
Damit geht Kern nicht nur als kürzest amtierender Bundeskanzler, sondern auch als kürzest dienender SPÖ-Parteivorsitzender in die Annalen ein. 882 Tage bzw. zwei Jahre und fünf Monate war er dann Parteichef - und führte so als einziger die SPÖ keine 1.000 Tage lang. Viktor Klima hatte sich immerhin 1.115 Tage im Amt gehalten. Der von Kern abgelöste Werner Faymann hat mit etwas weniger als acht Jahren die viert-kürzeste Amtszeit, zwischen ihm und Klima liegt noch Fred Sinowatz mit viereinhalb Jahren.
SPÖ bekommt ihre erste Bundesparteivorsitzende
Mit Pamela Rendi-Wagner bekommt die SPÖ - im 130. Jahr ihres Bestehens - ihre erste Bundesparteivorsitzende. Die quer eingestiegene Ärztin, die erst eineinhalb Jahre lang Parteimitglied ist, ist die zwölfte Parteivorsitzende seit Gründung der Partei Ende 1888/Anfang 1889. Der jetzige Wechsel kam überraschend. Christian Kern hat am Dienstag bekannt gegeben, dass er EU-Spitzenkandidat und spätestens nach der EU-Wahl im Mai 2019 als Parteichef zurücktreten wird. Jetzt wird seine Amtszeit offiziell am 24. November enden - wenn der Parteitag Rendi-Wagner wählt.
Auf Twitter kommt Rendi-Wagner gut an
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SPÖ-Präsidium Samstagvormittag
Nachdem die Würfel für Pamela Rendi-Wagner gefallen sind, treten in den nächsten Tagen die SPÖ-Gremien zusammen, um die neue Parteivorsitzende zu designieren. Samstag ab 9.00 Uhr tagt das Präsidium. Definitiv beschlossen wird die Nominierung Rendi-Wagners für die Wahl am Bundesparteitag am 23. November vom Parteivorstand voraussichtlich am Dienstag, erfuhr die APA in der SPÖ. Der Vorstand könne so schnell nicht einberufen werden, weil er - mit 68 Mitgliedern - das wesentlich größere Gremium ist als das Präsidium, dem nur der Parteichef und die 15 Stellvertreter angehören. Formale Beschlüsse fassen kann aber nur der Parteivorstand. Dass dieser am Dienstag die erste SPÖ-Chefin nominieren wird, gefällt auch den SPÖ-Frauen. Auch das SPÖ-Frauenpräsidium wird laut Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner die Designierung Rendi-Wagners vorschlagen. Im Anschluss an die Sitzung hält SPÖ-Parteivorsitzender Christian Kern um 10:30 Uhr ein Pressestatement in der SPÖ-Bundesgeschäftsstelle.
Vermutlich wird die Präsentation der neuen Parteichefin bereits am Samstag folgen. Die interne Vorgabe, dass die neue Vorsitzende im Nationalrat vertreten sein soll, ist bei Rendi-Wagner gegeben. Nach letztem Stand wird ihre definitive Kür bei einem Parteitag Ende November erfolgen.
Kennt Partei wie keine zweite
Rendi-Wagner steht für den städtisch-liberalen, eher rot-grün-affinen Flügel in der SPÖ. Wenig verwunderlich ist, dass burgenländische Genossen, ein größerer Teil der Wiener Landespartei sowie die meisten Gewerkschafter daher ursprünglich eine andere Personallösung präferiert hätten. Doch es fehlte die Alternative, spätestens seit Freitag Mittag, als Wunschkandidatin Doris Bures endgültig absagte. Die toughe Zweite Nationalratspräsidentin, die die Partei wie keine zweite kennt, zeigte sich zwar geehrt, mit dem Angebot konfrontiert worden zu sein, fügte jedoch gleich an: "Wichtig ist, dass man sich von der Ehre nicht blenden lässt." Dementsprechend sieht sie ihren Platz auch weiter im Parlament. Vermutet wird, dass sich Bures die Option einer Hofburg-Kandidatur offen lassen will.
Auch FSG pro Rendi-Wagner
Jetzt sind die wichtigen Player in der SPÖ durch. Auch die Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter hat sich Freitagabend dafür ausgesprochen, dass Pamela Rendi-Wagner die Nachfolge von Christian Kern als Parteivorsitzende antritt. FSG-Chef Rainer Wimmer sprach in einer Aussendung von "großer Unterstützung" für die frühere Gesundheitsministerin. Die SPÖ zeige Handlungsfähigkeit und Geschlossenheit. FSG-Frauenvorsitzende Ilse Fetik wiederum freute sich, dass erstmals eine Frau an der Spitze der Sozialdemokratie stehen wird.
So unterstützt Ludwig seine Favoritin...
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GewerkschafterInnen unterstützen Pamela Rendi-Wagner
"Die Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) wird die Nominierung von Pamela Rendi-Wagner zur Parteivorsitzenden unterstützen", sagt FSG-Vorsitzender Rainer Wimmer und betont weiter: "Die Unterstützung von Pamela Rendi-Wagner für den Vorsitz ist groß. Die SPÖ zeigt damit Handlungsfähigkeit und Geschlossenheit." "Wir freuen uns, dass mit der politikerfahrenen Expertin für Gesundheits-und Sozialfragen auch zum ersten Mal eine Frau an der Spitze der Sozialdemokratie stehen wird", sagt FSG-Bundesfrauenvorsitzende Ilse Fetik abschließend.
SPÖ-Vorsitzende seit 1945
Auch die Wiener sprechen sich für Rendi-Wagner aus
Auch die SPÖ Wien und deren Vorsitzender Bürgermeister Michael Ludwig spricht sich für Pamela Rendi-Wagner als SPÖ-Bundesparteivorsitzende aus. Man habe sich in einer Präsidiumssitzung auf sie verständigt, hieß es in einer der APA übermittelten Stellungnahme. Die Wiener Partei galt bisher als Befürworterin von Doris Bures, die Zweite Nationalratspräsidentin hat aber am Freitag erneut abgewunken. "Pamela Rendi-Wagner, eine ausgewiesene Expertin für Gesundheits-und Sozialfragen, hat in ihrer bisherigen Laufbahn gezeigt, dass sie eine Politikerin ist, die schon einmal in einer schwierigen Situation eine wichtige Position - damals als Ministerin - übernommen und mit Kompetenz und Menschlichkeit ausgeübt hat", betonte Ludwig: "Es übernimmt mit Pamela Rendi-Wagner erstmals eine Frau die Position als Vorsitzende der SPÖ und diesen Weg befürwortet die Wiener Partei, die sich immer besonders für die Frauenförderung eingesetzt hat und dies als positives Signal wertet."
"Bobo-Flügel" hofiert Rendi
Dies gilt umso mehr, als Rendi-Wagner nicht zufällig vom "Bobo-Flügel" in der Partei hofiert wird, Gutverdienern in idealen Wohnlagen mit rot-grünen Tendenzen - also nicht unbedingt die Klientel, die Gewerkschaften, burgenländische SPÖ und der gerade dominante Teil der Wiener Sozialdemokraten anpeilen.
Morgen soll Rendi-Wagner präsentiert werden
Laut aktuellen Infos soll Rendi-Wagner morgen präsentiert werden.
Gegenbild zu Kurz
Dass die Wahl letztlich auf sie fällt, hängt wohl damit zusammen, dass man ein Gegenbild zu Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) schaffen wollte - und das ist aus Sicht der Sozialdemokraten mit Rendi-Wagner eine moderne beruflich auch außerhalb der Politik erfolgreiche Frau in mittleren Jahren.
Pamela Rendi-Wagner erst seit 1,5 Jahren Parteimitglied
Die bevorstehende Kür von Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) zur SPÖ-Chefin ist ein Wagnis. Denn sie verkörpert exakt den gleichen Typus wie ihr Vorgänger Christian Kern, mit dem die Sozialdemokraten ja nicht gerade von Erfolg zu Erfolg geeilt waren. Zudem ist sie noch nicht einmal zwei Jahre Parteimitglied und in der Partei nicht gerade optimal vernetzt.
Auch Salzburger Landespartei unterstützt Rendi-Wagner
Unterstützung für Ex-Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner als Nachfolgerin Christian Kerns an der Spitze der Bundes-SPÖ kommt auch aus Salzburg. "Wir unterstützen sie", sagte Parteichef Walter Steidl am Freitagnachmittag auf APA-Anfrage. "Natürlich werden einige Namen genannt, die sich auf wenige oder einen reduzieren", so Steidl. Mit einer Entscheidung sei spätestens am Sonntag zu rechnen. Oö. SPÖ-Chefin Birgit Gerstorfer wollte Freitagnachmittag keine Stellungnahme abgeben, ob auch ihrer Landesorganisation Rendi-Wagner unterstützt: "Ich erlaube mir, darauf nichts zu sagen", meinte sie zur APA. Die Entscheidung werde intern aber kurzfristig getroffen. Wann genau verriet sie ebenfalls nicht. Auch der neue Vorarlberger SPÖ-Parteivorsitzende Martin Staudinger wollte vor der offiziellen Präsentation der neuen Parteichefin oder des neuen Parteichefs keine Stellungnahme abgeben.
Landesgruppe NÖ unterstützt Vorschlag Rendi-Wagner
Die Landesgruppe Niederösterreich der SPÖ unterstütze einstimmig den Vorschlag, Pamela Rendi-Wagner zur Parteivorsitzenden zu designieren. Diese Entscheidung des Landesparteipräsidiums vom Freitag teilte Landesparteichef Franz Schnabl am Nachmittag auf APA-Anfrage mit. Für Rendi-Wagner gebe es eine "extrem positive Stimmung", fügte er hinzu.
Willkommen zum Live-Ticker zur SPÖ-Nachfolge!
Immer mehr Landesparteien stellen sich hinter die SPÖ-Favoritin.
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