Karlheinz Töchterle

Studiengebühren

Schon 5. Uni plant Gebühr

Auch die Uni in Linz plant ab Herbst Studiengebühren einzuheben.

Die gute Nachricht: Zumindest vorerst dürfte es „nur“ Langzeitstudenten und EU-Ausländer treffen, und zwar mit 363 Euro pro Semester. Die schlechte Nachricht: Wahrscheinlich ist es nur ein Probelauf. Nach den Unis Salzburg, Innsbruck, Graz Leoben und Wien will jetzt auch die Johannes-Kepler-Universität in Linz ab Herbst Studiengebühren in der Light-Variante einführen. Vizerektor Herbert Kalb bestätigte gegenüber ÖSTERREICH, dass man zwar dafür gerne Rechtssicherheit gehabt hätte. Da sich die Regierung aber nicht auf eine Reparatur der aufgehobenen Uni-Gebühren-Regelung einigen konnte, will man die Uni-Satzung so ändern, dass Studiengebühren ab dem Herbstsemester eingeführt werden könnten.

Die Studenten zeigen sich gerüstet: So hatte die Bundes-Hochschülerschaft angekündigt, Rücklagen in Höhe von einer Million Euro für Klagen bereitzustellen. Der Linzer ÖH-Chef Hannes Halak: „Wir haben den Willen, das Durchhaltevermögen und die nötigen Finanzmittel, um eine Entscheidung vor Gericht herbeizuführen.“

Genau darauf wartet Wissenschaftsminister Töchterle. Er ist sicher, dass die „Studiengebühr light“ vor Gericht halten wird – was ein Triumph für den ÖVP-Minister wäre: Denn dann könnten die Unis von allen Studenten Gebühren einheben, ohne dass die SPÖ etwas dagegen tun könnte. Wie ÖSTERREICH berichtete, überlegt die Montan-Uni Leoben, dann von jedem Studenten bis zu 500 Euro pro Semester zu verlangen.

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