Ab morgen im Kino
So ist der neue Kurz-Film: Die größten Aufreger in ''Kurz – Der Film''
"Kurz – der Film" startet morgen in 35 Kinos in Österreich. Sebastian Kurz selbst ist zur Premiere angesagt.
Der Film nimmt die Zuseher mit auf eine Reise. Zu Beginn steigt man mit Kurz ins Auto ein, fährt zum Flughafen Wien. Dort hebt der „Überflieger“ nach New York ab, blickt dann auf die Skyline. Er lobt seinen Chef Peter Thiel als „Visionär“. Kurz zeigt sein K.I.-Security-Startup in Tel Aviv.
Schnitt. Der Rücktritt vom Kanzleramt. Anschließend zeigt das Porträt die Polit-Laufbahn von Kurz bis zu seinem Rücktritt. Der U-Ausschuss und die kommende Anklage werden ausgespart. Aber „fiebrig rüde, ordinäre Chats“ kommen ebenso vor wie die Coronakrise. Kurz-Berater Frischmann erzählt, wie er im Kanzleramt während des ersten Lockdowns geheult hat.
Eiskalt. Kurz bereut keinen Chat, den er geschrieben hat, sagt eiskalt zu seinem Aufstieg als Kanzler: „Damals hatten andere wenig Chancen, uns aufzuhalten.“
Aufreger. Kein einziger aktiver ÖVP-Politiker kommt vor. Dafür werden alte ÖVP-Werbeclips und viele Kurz-Unterstützer gezeigt, aber nur wenige Kritiker. Von denen wurde einer sogar wieder entfernt. Publizistikprofessor Fritz Hausjell steht im Abspann, wurde aber aus dem Film herausgeschnitten. Dessen Interview sei zu "ausführlich" gewesen, so Regisseur Sascha Köllnreitner beim Pre-Screening.
Dort anwesend war der im Film interviewte Journalist Michael Nikbakhsh. Er fühle sich „gelegt“. Denn er dachte, an einer Polit-Analyse über das "System Kurz" mitzuwirken, keinem Porträt. Ex-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner wurde ebenfalls gefragt, ob er im Film mitwirken wolle - er hat aber gleich sehr deutlich abgelehnt, er wolle mit dieser ganzen Geschichte nichts mehr zu tun haben.
Fazit. Interessant ist „Kurz – der Film“ allemal, immerhin hat Kurz mehrere Jahre die heimische Politik maßgeblich geprägt. Vieles ist zwar bekannt, vieles im Film ist allerdings auffallend von der Sichtweise seiner Getreuen bestimmt.
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