Bei der Bürgermeisterwahl in Bleiburg/Pliberk (Bezirk Völkermarkt) hat es am Sonntag ein Debakel für die Kärntner Landeshauptmannpartei SPÖ gegeben.
Ihr Kandidat Dominik Stuck landete mit 16,61 Prozent nur auf dem dritten Platz, während der ÖVP-Vizebürgermeister Daniel Wrießnig mit 66,04 Prozent der Stimmen einen Erdrutschsieg einfuhr. Die gemischtsprachige Grenzstadt hatte zuvor mehr als zwei Jahrzehnte lang einen SPÖ-Bürgermeister gehabt.
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Die Wahl war notwendig geworden, weil Bürgermeister Stefan Visotschnig (SPÖ) im Oktober nach 22 Jahren im Amt gestorben war. Wrießnig hatte daraufhin die Leitung der Gemeinde interimistisch übernommen. 75,61 Prozent der 3.367 Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. SPÖ-Kandidat Stuck blieb hinter dem Bewerber der slowenischen Sammelpartei Enotna lista (Einheitsliste), Markus Trampusch, der 17,31 Prozent erreichte.
Erfreut über den Sieg seines Parteifreundes Wrießnig zeigte sich der Kärntner ÖVP-Chef Martin Gruber. "Daniel Wrießnig hat mit seinem klaren Bekenntnis zu Bürgernähe, Verantwortung und Zusammenarbeit das Vertrauen der Bleiburgerinnen und Bleiburger gewonnen. Er hat von Beginn an deutlich gemacht, dass es Situationen gibt, in denen man Verantwortung übernehmen muss und genau das hat er getan", schrieb der Landeshauptmann-Stellvertreter in einer Aussendung.