Trotz der herben Wahl-Niederlage in Niederösterreichs Landeshauptstadt gibt sich Matthias Stadler kämpferisch.
Die Wähler hätten der Sozialdemokratie in St. Pölten "unter meiner Führung" einen klaren Auftrag gegeben. „Ich bleibe an Bord!“ So reagierte Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) gestern trotz der heftigen Wahl-Niederlage für die SPÖ. „Bedauerlich“ fand er zunächst, dass die Wahlbeteiligung schon wieder gesunken sei (2021 schon: nur 56 %).
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Dann die Hammer-Ansage von Stadler: Es scheine so, „als hätten all jene recht bekommen“, die „die Absolute“ Stadlers brechen wollen, sagte der Stadtchef, ohne sich "bei anderen abputzen zu wollen". Die Ausgangslage sei "nicht großartig gewesen", zudem habe sich gezeigt, dass Konsolidierung nicht populär sei.
FPÖ jubelt
„Überglücklich“ angesichts der Zugewinne für die FPÖ zeigte sich deren Listenerster LR Martin Antauer. Das Resultat offenbare, „dass die Bürger freiheitliche Politik im Rathaus wollen“. Die Blauen wollen jetzt „mit allen Parteien“ Gespräche führen.
VP-Krumböck will die Stadt verändern
ÖVP-Spitzenkandidat Florian Krumböck sprach von einem „historischen Abend, der die Stadt verändern wird“. Die Volkspartei habe "für die Umstände ein solides Ergebnis" eingefahren, mit dem dem Bundestrend getrotzt worden sei.
Der Verlust der SPÖ-Absoluten werde „der Stadt gut tun“, betonte auch Walter Heimerl-Lesnik (Grüne). Und „glücklich“ über den vermutlichen Einzug in den Gemeinderat zeigte sich KPÖ-Spitzenkandidat Max Zirngast.
Bernd Pinzer von den NEOS wollte angesichts des Trends in einem ersten Statement noch abwarten. Im Wahlkampf habe man den Finger in die Wunde gelegt und unbequeme Wahrheiten angesprochen. Glücklich über den vermutlichen Einzug in den Gemeinderat zeigte sich KPÖ-Spitzenkandidat Max Zirngast. "Das freut uns sehr", er ortete zudem "Rückenwind für soziale Politik".