Mehr als 350.000 €

Steuergeld für Babler-Film wird Fall für Stadt-Parlament

Es geht um mehr als 350.000 Euro Steuergeld, die in den Babler-Kinofilm "Wahlkampf" geflossen sind. Jetzt kündigt die FPÖ dazu eine Anfrage im Wiener Gemeinderat an, es sei "Babler-Propaganda".

Der Bericht von oe24 rund um eine aus Steuermitteln finanzierte "Babler-Doku" hat hohe Wellen geschlagen. Der 97-Minuten-Film über Andreas Babler namens "Wahlkampf" soll ab 24. April in die Kinos kommen. Dafür flossen hunderttausende Euro Steuergeld. Die FPÖ sieht darin "einen politischen Skandal ersten Ranges". Zuerst berichtete der exxpress über 350.000 Euro Förderung, oe24 konnte diese dann aufschlüsseln .

Die Auflistung der Fördermittel, genehmigt unter dem damaligen Kulturminister Werner Kogler (Grüne):

  • Genehmigt ÖFI Classic (selektive Filmförderung) EUR 78.275
  • Genehmigt ÖFI Referenzmittelförderung (erfolgsbasiert) rd. EUR 112.000
  • Genehmigt ÖFI+ Produktionsförderung EUR 136.000
  • Genehmigt ÖFI+ Green Bonus EUR 22.000

Insgesamt rund 350.000 Euro aus Bundesförderung.

Außerdem floß Geld aus Wien

  • Dazu kommen noch Gelder des Filmfonds Wien und Förderungen des Landes Niederösterreich.

Genau diese öffentlichen Gelder interessieren jetzt die Wiener Stadt-FPÖ. "Offenbar wurde ein Werbevideo für SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler mit öffentlichen Geldern unterstützt – ein weiterer Beleg dafür, wie schamlos die SPÖ den Staat zur eigenen Selbstinszenierung missbraucht", sagt der Wiener FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss.  Denn auch der Filmfonds Wien, der von der Stadt Wien 2026 mit 12,5 Millionen Euro subventioniert wird, soll neben anderen Institutionen wie dem Österreichischen Filminstitut, für die Produktion mitgezahlt haben.

"Propaganda finanziert"

„Wenn sich bestätigt, dass hier Steuergeld für ein persönliches Werbevideo eines SPÖ-Politikers verwendet wurde, dann reden wir von nichts anderem als dreistem Fördergeldmissbrauch für Eigen-PR“, stellt Krauss klar. „Während die Menschen unter Teuerung und steigenden Abgaben leiden, greift die SPÖ offenbar ungeniert in den Steuertopf, um ihre eigene Propaganda zu finanzieren.“

Extra-Förderung

Ein Pressesprecher aus dem Ministerium betonte, dass die Bundesförderung (rund 350.000 Euro) unter Kogler genehmigt worden ist. Jetzt will die Wiener Stadt-FPÖ genau wissen, wie das Geld aus Wien, das zu den Förderungen noch dazukommt, genehmigt worden ist. Das soll die Anfrage im Wiener Stadt-Parlament klären.

Für Krauss zeigt der Fall einmal mehr ein System: „Die SPÖ behandelt öffentliche Mittel wie ein parteieigenes Werbebudget. Das Wiener Rathaus agiert längst wie ein verlängertes Vizekanzleramt – alles wird politisch instrumentalisiert, alles dient der eigenen Inszenierung.“

Krauss fordert volle Aufklärung und Konsequenzen. „Alle Förderungen im Zusammenhang mit dieser Produktion müssen offengelegt und im Falle eines Missbrauchs vollständig zurückgefordert werden. Wir werden diesbezüglich eine Anfrage an Bürgermeister Ludwig stellen, um volle Kostenwahrheit zu erhalten. Es darf keinen Cent Steuergeld für parteipolitische Eigenwerbung geben.“

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