Das sagt Österreich

Wolfgang Fellner

Das sagt Österreich

Wir sollten uns von den Griechen
 verabschieden.

Unberechenbar. Die Griechen sind offenbar nicht mehr zu retten. Die Verzweiflung in diesem Souvlaki-Staat hat – traurigerweise – solche Dimensionen angenommen, dass die Politik Athens völlig unberechenbar geworden ist.

Schön langsam schmeißen in Griechenland alle die Nerven weg: der frühere Hoffnungsträger Papandreou, die Opposition – vor allem aber auch die Bürger, die offenbar lieber pleitegehen als sparen wollen.

Ich habe an dieser Stelle bereits seit Wochen geschrieben: Für eine erfolgreiche EU ist es unzumutbar, dass ein einziger Zwergerl-Staat das Wachstum und die Budgets aller anderen kaputt macht. Wie kommen alle Europäer dazu, dass die Griechen alle paar Tage die Börsen zertrümmern und unser Wachstum zerstören?

Brauchen eine radikale Lösung: Griechen raus aus der Eurozone
Seit Wochen meine ich: Es muss doch möglich sein, ein Szenario zu erarbeiten, in dem die Euro-Zone ohne Griechenland stabil über die Runden kommt. Auch die wirtschaftlich viel erfolgreichere Türkei ist nicht in der EU – und unser Handel mit den Türken bricht deshalb nicht zusammen. Im Gegenteil.

Deshalb wird sich die EU wohl oder übel die radikale Lösung überlegen müssen: Griechen raus aus der Euro-Zone, damit raus aus der EU. Das Land soll in eine geordnete Insolvenz geschickt werden – anders ist es bei der derzeitigen Stimmung in Athen kaum möglich.

Der jüngste EU-Gipfel hat kürzlich ein sehr gutes Rettungspaket geschnürt – vom Rettungsschirm bis zur Budget-Kontrolle sind endlich alle Punkte enthalten, die wir in einer erfolgreichen EU brauchen. Europa darf sich diesen Neustart von den Griechen nicht kaputt machen lassen.

Die Griechen sind für Europa nicht lebenswichtig. Ob wir im Urlaub auf Mykonos künftig in Drachmen oder Euro zahlen, ist nicht entscheidend. Wir sollten den Griechen „Tschüss“ sagen – und einen neuen Wirtschafts-Aufschwung in Europa beginnen.

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