Wie lange kann Koalition Hass-Duell inszenieren?

Das sagt ÖSTERREICH

Wie lange kann Koalition Hass-Duell inszenieren?

Ein Kommentar von oe24-Chefredakteur Niki Fellner.

Die EU-Wahl wird zum ersten richtigen Beziehungstest für die türkis-blaue Polit-Ehe. Denn nach diesem Wochenende ist klar: Der EU-Wahlkampf wird zum echten Hass-­Duell.

FPÖ-Rambo Harald Vilimsky wird keine Gelegenheit auslassen, seinem „Feindbild“ Othmar Karas eine mitzugeben. Und wer Vilimsky kennt, der weiß, dass er es wohl nicht mit den Attacken auf Karas ­bewenden lassen wird. Da werden auch die ÖVP und ihre Funktionäre ihr Fett wegbekommen.

Auf der anderen Seite wird Karas gegen die „Rechten“ und „Populisten“ schießen – und einen FPÖ-Angriff nach dem ­anderen reiten. Auch gegen FPÖ-Chef HC Strache, den Karas mindestens genauso hasst wie Vilimsky. 

 

Die Frage ist: Wann platzt Strache der Kragen?

Es wird spannend, wie lange Kurz und Strache sich aus diesem Scharmützel raushalten können (und wollen).

Gefährlich wird dieses (Hass-)Duell aber vor allem für die SPÖ und Andreas Schieder, der zwischen ÖVP und FPÖ unterzugehen droht. Im ÖSTERREICH-Interview kündigt Vilimsky ja bereits an, dass er sich auf die „Konfrontation mit Karas“ konzentrieren werde.

Wenn die Koalition es schafft, dieses (Hass-)Duell den gesamten Wahlkampf durch zu inszenieren, ohne dass das Negativ-Klima auf die türkis-blaue Regierung abfärbt, dann wäre das der nächste Strategie-Coup – zulasten der SPÖ.   

Die Frage ist nur, ob Strache nach der x-ten Karas-Attacke auf seine FPÖ nicht irgendwann Mal der Kragen platzt ...

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