Capitals schlagen Graz99ers mit 6:0

Eishockey-Liga

Capitals schlagen Graz99ers mit 6:0

Souveräner 6:0-Sieg der Capitals über Graz99ers: Die Caps wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Der KAC schlug Innsbruck 8:2.

Die Paarungen der Viertelfinal-Serie (best of seven):

Vienna Capitals sind ihrer Favoritenrolle zum Auftakt des Viertelfinal-Play-offs gegen die Graz 99ers vollauf gerecht geworden. Die Mannschaft von Kevin Gaudet feierte am Dienstag in der Albert-Schultz-Halle einen souveränen 6:0 (2:0,2:0,2:0)-Erfolg und ging damit in der "best-of-seven"-Serie mit 1:0 in Führung. Mit Heimvorteil hoffen die Grazer nun am Donnerstag (19.15) nicht nur auf den Ausgleich, sondern auf ihren ersten Play-off-Sieg in der EBEL überhaupt.

Mit der steirischen Landeshymne bzw. dem Donauwalzer wurden die Mannschaften begrüßt, danach tanzten zur Freude der rund 4.000 Zuschauer auf dem Eis nur die Wiener. Zehn Minuten hielten die Grazer die Partie offen, ehe ein Doppelausschluss von Schiechl und Kuiper (11.) den Caps den Weg ebnete. Nachdem Layne Ulmer die Chance auf ein Unterzahl-Tor vergeben hatte, nützte Patrick Lebeau, der überragende Liga-Topscorer im Grunddurchgang, das Powerplay mit zwei Mann mehr zur 1:0-Führung (13.).

Raimund Divis erhöhte noch vor der ersten Pause auf 2:0 (19.), wobei die Abwehr der Gäste nicht gut aussah. Im Mitteldrittel legten Aaron Fox (29.) und Christian Dolezal (30.) innerhalb von 92 Sekunden nach und sorgten so schon bei Halbzeit für die Entscheidung. Marc Tropper erhöhte auf 5:0 (42.), Doug Lynch fixierte in der 59. Minute im Powerplay den Endstand. Die Capitals sind damit gegen die Grazer seit November 2006 ohne Heimniederlage.

Vienna Capitals - Graz 99ers 6:0 (2:0,2:0,2:0)
Albert-Schultz-Halle, 4.000, SR Gebei/Tschebull
Tore: Lebeau (13./PP), Divis (19.), Fox (29.), Dolezal (30.),Tropper (42.), Lynch (59./PP)
Strafminuten: 18 bzw. 20
Stand in der "best-of-seven"-Serie: 1:0 für die Capitals.
Nächstes Spiel (Donnerstag, 19.15): Graz 99ers - Vienna Capitals

Nächste Seite Salzburg - Jesenice 3:2 n.V. (0:0,1:1,1:1;1:0)

Mit einem verdienten, aber hart erkämpften Sieg ist Meister Red Bull Salzburg am Dienstag ins Viertelfinale der Eishockey-Liga gestartet. Der Titelverteidiger rang zum Auftakt der "best-of-seven"-Serie Jesenice 3:2 nach Verlängerung nieder, den Treffer zum "Sudden Death" erzielte Thomas Koch in der 67. Minute.

Die Paarung hatte die Fans auf sehenswerte Duelle zweier spielerisch und läuferisch starker Teams hoffen lassen. Doch stattdessen gab es gleich zum Auftakt Playoff-Eishockey pur zu sehen. Zwei starke Torhüter (Parise und Yeats) sowie viel Hektik und Nervosität prägten das Geschehen. Die Schiedsrichter Cervenak/Vogl trugen mit ihren auf beiden Seiten eher kleinlichen Pfiffen dazu bei, dass es eine Vielzahl an Powerplay-Situationen gab.

Salzburgs Bootland machte seinem Ärger über die Referees zu heftig Luft und wurde in der 33. Minute mit einer Spieldauer-Strafe vom Eis geschickt. Die 1:0-Führung der Slowenen machte Welser mit einem haarsträubenden Fehler möglich. Welser rutschte zunächst aus, verlor dann auch noch den Stock und machte so Razingar den Weg frei (30.). Foster glich jedoch noch im zweiten Drittel aus (37.).

Die letzten 20 Minuten begannen mit einem Salzburger Sturmlauf, doch Razingars zweiter Treffer brachte die Gäste neuerlich in Führung (47.). Der Ausgleich von Pewal (53.) sorgte dann für die Premiere der neuen EBEL-Verlängerung, die ab dieser Saison ohne Penaltyschießen, also bis zum entscheidenden Treffer (Sudden Death) läuft. Auch in der Verlängerung war Salzburg dann das klar bessere Team und machte dem Bangen durch Koch ein Ende. Salzburgs Sweatt schied mit Verdacht auf schwere Schulterverletzung aus, ihm droht das vorzeitige Saisonende.

EC Red Bull Salzburg - HK Acroni Jesenice 3:2 n.V.(0:0,1:1,1:1;1:0)
Salzburg, 2.500, SR Cervenak/Vogl.
Tore: Foster (37./PP), Pewal (53.), Koch (67./Sudden Death) bzw. Razingar (30./PP, 47.).
Strafminuten: 24 plus Spieldauer Bootland bzw. 26. Stand in der best-of-seven-Serie: 1:0
Nächstes Spiel am Donnerstag um 19.15 Uhr: Jesenice - Salzburg

Nächste Seite: VSV - Linz 1:2

Mit dem VSV und den Black Wings trafen zwei annähernd gleichstarke Teams aufeinander. Das war im ersten Drittel deutlich zu beobachten. Beide Teams spielten hart und aggressiv, doch Tore gab es im ersten Abschnitt für die Fans keine zu bejubeln.

Schlagabtausch
Erst in der 36. Minute durften die Linzer Fans jubeln: Matthiasson brachte die Black Wings nach Vorlage von Shearer in Führung. Auch bei den Strafen führten die Linzer nach zwei Dritteln eindeutig mit insgesamt zwanzig Minuten.

Entscheidung
Im Schlussdrittel machten die Linzer den Sack zu: Philipp Lukas bediente im Power-play Pat Leahy, dieser brachte die Black Wings mit dem 2:0 auf die Siegerstraße (44.). Das 1:2 durch Cavanaugh kam für den VSV zu spät (57.).

VSV - EHC Black Wings Linz 1:2 (0:0,0:1,1:1)
Villacher Stadthalle, 4.000, SR Dremelj, Trilar
Tore: Cavanaugh (57./PP) bzw. Matthiasson (35./PP), Leahy (44./PP)
Strafminuten: 18 bzw. 28
Stand in der best-of-seven-Serie: 0:1
Nächstes Spiel: Donnerstag (19.15 Uhr) in Linz

Nächste Seite: KAC - Innsbruck 8:2

"Wir sind sicher klarer Außenseiter gegen den KAC. Aber wir werden alles geben“, kündigte Haie-Coach Greg Holst vor dem Spiel gegen den KAC an. Nur ein Saisonduell konnten die Innsbrucker Haie gegen die Rotjacken gewinnen.

Führung
Doch völlig gegen den Spielverlauf waren es die Haie, die das erste Tor erzielten: Im Powerplay tanzten die Innsbrucker die KAC-Abwehr aus, Bellissimo netzte aus spitzem Winkel ein (8.). Kurz darauf scheiterte Guolla ganz alleine vor KAC-Goalie Travis Scott (11.). Doch der KAC hielt dagegen. In Überzahl zog Ratz von der blauen Linie ab, Hager fälschte seinen Schuss unhaltbar zum 1:1 ab (12.). Danach wurde der KAC zu lässig. Mit den Gedanken waren die Klagenfurter bereits in der Kabine, das nützten die Haie zum 2:1: nach einem Unterluggauer-Schuss brauchte Johner nur noch abzustauben (20.).

Konter
Die Rotjacken merzten ihren Fehler sofort aus. Kaum war das zweite Drittel eröffnet ging Brandner auf der linken Seite durch und schob zum 2:2 ein (22.). Und der KAC legte nach. Schellander schoss Kotyk an, Schneider verwertete den Abpraller zum 3:2 (28.). Mit dem 4:2 durch Craig (33.) und dem 5:2 durch Brown (38.) war die Partie endgültig gedreht.

Sieg fixiert
Das Schlussdrittel war nur mehr Formsache. Erneut brauchte der KAC nur wenige Minute, um durch Brandner auf 6:2 zu erhöhen (45.). Damit waren die Haie gebrochen, Schellander (58.) und Reichel (59.) erhöhten noch auf den 8:2-Endstand.

EC KAC - HC TWK Innsbruck 8:2 (1:2,4:0,3:0)
Klagenfurt, 4.300, SR
Tore: Trilar/Fussi. Tore: Hager (12./PP), Brandner (22., 45.), Schneider (28.), Craig (33./PP), Brown (38./PP), Schellander (58./PP), Reichel (59./PP) bzw. Bellissimo (8./PP), Johner (20.)
Strafminuten: 10 bzw. 26 plus 10
Disziplinar Murray
Stand in der best-of-seven-Serie: 1:0
Nächstes Spiel am Donnerstag um 19.15 Uhr: Innsbruck - KAC

Die Spiele der Viertelfinalserie werden am Dienstag, 17., Donnerstag, 19., Sonntag, 22., Dienstag 24. Februar und falls nötig Donnerstag, 26. Februar, Sonntag, 1. und Dienstag, 3. Märzausgetragen.