Rapid-Ultras nehmen Support wieder auf

Trotz 2G-plus-Regel

Rapid-Ultras nehmen Support wieder auf

Die Rapid-Fanszene nimmt die Unterstützung trotz der neuen 2G-plus-Regel wieder auf. Hofmann gibt gegen Altach seine Premiere als Coach.

Seit 1. Oktober gibt es in Wien die 2G-Regel bei Veranstaltungen, dürfen zu Fußballspielen nur geimpfte und genesene Personen ins Stadion. Die Folge: Die aktive Fan-Szene stellte den Support ein, die Fan-Zahlen gingen deutlich nach unten. Doch damit nicht genug: Ab sofort gilt in Wien, Salzburg und Oberösterreich die 2Gplus-Regelung bei Großevents. Heißt: Geimpfte und Genesene dürfen nur inklusive gültigen PCR-Test rein.

»Einschränkungen führen zu Umsatzverlusten«

"Wir müssen die Entscheidungen der Politik zu Kenntnis nehmen und setzen alle gesetzlichen Vorgaben gewissenhaft um", sagt Rapid-Geschäftsführer Christoph Peschek. "Wir sehen aber, dass jede Einschränkung bisher zu massiven Umsatzverlusten und auch emotional schmerzenden erheblichen Zuschauerrückgängen im Stadion geführt hat." 

Am Samstag gegen Altach droht eine Fan-Zahl von unter 10.000. Einzig das Debüt von Coach Steffen Hofmann könnte einige Fans mehr ins Stadion locken. Dennoch ist aus Vereins-Sicht alles besser als ein Lockdown inklusive Rückkehr zu Geisterspielen. "Wir hoffen, dass 2G+ dazu führt, dass wir durch die herausfordernden Wintermonate durchkommen, keine weiteren Einschränkungen notwendig werden und wir vor gewohnter Kulisse spielen dürfen", meint Peschek. 

Ultras feiern Comeback im Stadion

Nun können die Hütteldorfer zumindest leicht Aufatmen. Die Rapid-Fanszene hat angekündigt, dass sie ihren Support wieder aufnehmen. Die Ultras rudern nach ihrem "Protest" zurück. "Mit der gewählten Vorgehensweise haben wir uns in den letzten Wochen in eine Situation manövriert, die uns selbst wahnsinnig macht und obendrein niemandem etwas bringt. Nicht für Rapid da zu sein, noch dazu, wenn es auf dem Rasen nicht läuft, schmerzt uns mehr als wir befürchtet hatten. Kurz gesagt: Es fühlt sich falsch an, nicht im Stadion zu sein. Der Kurve möglicherweise über viele Monate freiwillig fernzubleiben, raubt uns langfristig die Freude an dem, was wir so sehr lieben. Ultras gehören ins Stadion!"

Konzentration aufs Wesentliche

Die Ultras kündigten zudem an, auf Gruppentransparente, Fahnen und Doppelhalter zu verzichten. "Wie schon in vergangenen Krisenzeiten versammeln wir uns hinter dem „SK RAPID WIEN“-Banner und konzentrieren uns aufs Wesentliche: Bestmöglich zum Wohl des SK Rapid beizutragen!"

Bis Weihnachten warten auf Rapid noch drei Heimspiele gegen Altach, West Ham & Austria.