Altach schießt SKN ab - Admira gewinnt

Bundesliga, 16. Runde

Altach schießt SKN ab - Admira gewinnt

Vorarlberger und Niederösterreicher lassen Keller-Klubs keine Chance.

Die Negativserie des SKN St. Pölten hat auch am Samstag ihre Fortsetzung gefunden. Das Schlusslicht der Bundesliga kassierte in der 16. Runde gegen den SCR Altach eine 0:3-Niederlage und ist damit saisonübergreifend schon seit 20 Pflichtspielen sieglos. Die Tore für die Vorarlberger erzielten Patrick Salomon (14.), Jan Zwischenbrugger (64.) und Mathias Honsak (76.).

Der Rückstand des SKN auf die neuntplatzierten Mattersburger beträgt weiterhin zehn Punkte. Die Altacher wiederum festigten dank ihres ersten Sieges nach zuletzt vier Niederlagen Rang sieben.

Das Unheil nahm für St. Pölten schon früh seinen Lauf. Nach einem Fehler im Aufbauspiel und einem sehenswerten Pass von Louis Ngwat-Mahop versenkte Salomon den Ball in der 14. Minute per Flachschuss im kurzen Eck. Danach entwickelte sich ein Mittelfeldgeplänkel ohne viele Torszenen, am gefährlichsten wurde es noch in der 31. Minute bei einem Fehlschuss von Bernard Tekpetey.

Zwischenbrugger sorgt für Entscheidung

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie Fahrt auf. In der 47. Minute kam Tekpetey nach schöner Vorarbeit von Ngwat-Mahop völlig frei vor dem Tor zu Schuss, sein überhasteter Volley ging jedoch weit am Ziel vorbei. Eine Minute später sah SKN-Linksverteidiger Sandro Ingolitsch Gelb-Rot, was auf die davor harmlosen Gäste kurioserweise beflügelnd wirkte.

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In der 57. Minute wurde Altach-Schlussmann Martin Kobras bei einem Weitschuss von Dominik Hofbauer erstmals richtig geprüft, fünf Minuten später vergab Roope Riski die große Chance auf den Ausgleich. Sein Kopfball nach Flanke von Eldis Bajrami ging aus rund drei Metern an die Latte.

Praktisch im Gegenzug glückte den Hausherren die Vorentscheidung. Der eingewechselte Hannes Aigner legte für Zwischenbrugger ab, dessen Schuss nach einem "Stangenpendler" den Weg ins Netz fand.

Endgültig gelaufen war die Partie in der 76. Minute, als Honsak einen gelungenen Angriff über Zwischenbrugger und Christian Gebauer ins souveräner Manier mit dem Innenrist abschloss.

Seite 2: Admira feierte mit 2:0 gegen SVM zweiten Sieg in Folge

Admira feierte mit 2:0 gegen SVM zweiten Sieg in Folge

Der FC Admira hat den vierten Platz in der Fußball-Bundesliga am Samstag gefestigt. Die Südstädter setzten sich in der BSFZ-Arena vor nur 1.650 Zuschauern gegen den Vorletzten SV Mattersburg 2:0 (0:0) durch und entfernten sich um fünf Punkte vom Fünften LASK. Für die Truppe von Coach Ernst Baumeister war es die dritte Partie ohne Niederlage in Folge, die jüngsten beiden Spiele wurden gewonnen.

Lukas Grozurek (67.) und Christoph Knasmüllner (78.) sorgten für die Entscheidung. In der Defensive konnten sich die Hausherren auf einen starken Tormann Andreas Leitner verlassen. Nach dem 3:2 bei der Austria gab es damit wieder drei Punkte für die Admira, die nur eines der jüngsten zehn Spiele verloren hat.

Auch deshalb deutet alles darauf hin, dass Damir-Buric-Nachfolger Baumeister bis Saisonende als Coach fungieren wird. "Ich sehe keinen Grund, warum wir das nicht fortführen sollten. Ich gehe davon aus, dass es bis zum Sommer so weitergehen wird", sagte Admira-Manager Amir Shapourzadeh im Sky-Interview.

Admira übernimmt Kommando

Die Mattersburger starteten in der BSFZ-Arena sehr offensiv orientiert, gaben in den ersten zehn Minuten klar den Ton an. Markus Pink kam nach Okugawa-Vorarbeit am Fünfer zum Abschluss, Leitner konnte mit einer Fußabwehr einen kapitalen Fehlstart verhindern. Der Nachschuss von Smail Prevljak fiel zu schwach aus (3.). Vier Minuten später verpasste Prevljak eine Höller-Hereingabe ganz knapp.

Die Admira kam nach Anlaufschwierigkeiten besser rein, hatte bis zur Pause etwas mehr vom Spiel und hätte beinahe auch einen Treffer der Marke Tor des Jahres erzielt. Bei einem Fersen-Volley von Philipp Posch rettete die Latte für die Burgenländer (10.). Markus Kuster konnte sich wenig später bei einem Grozurek-Abschluss (19.) auszeichnen. Kurz vor dem Pausenpfiff fehlte noch bei einem Lackner-Kopfball, der drüber ging, nicht fiel.

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Die Admiraner waren auch nach dem Seitenwechsel leicht überlegen. Sie hatten in entscheidenden Momenten aber auch einen überragenden Leitner im Tor. Mit einer Glanzparade machte der 23-Jährige auch die zweite Topchance von Pink zunichte, der nach einem Renner-Kopfball aus vier Metern den Ball nicht im Gehäuse unterbringen konnte (61.).

Knasmüller beendet SVM-Serie

Die Gastgeber waren effizienter und wurden für einen schönen Spielzug belohnt. Marin Jakolis bediente nach Sax-Hereingabe Grozurek ideal mit der Ferse und der völlig frei stehende Ex-Rapidler hatte keine Mühe, aus rund zwölf Metern zu vollenden (67.).

Mattersburg war gezwungen, mehr für das Spiel zu machen, das kam den Südstädtern voll entgegen. Einen Bilderbuch-Konter schloss Knasmüllner aus etwas spitzem Winkel nach Jakolis-Zuspiel zum 2:0 (78.) ab. Er übernahm damit gemeinsam mit Salzburgs Munas Dabbur mit elf Toren die Führung in der Schützenliste.

Für Mattersburg ging eine Miniserie von drei Partien ohne Niederlage und mit sieben Punkten zu Ende. Der Abstand auf das Tabellenende beträgt aber nach wie vor zehn Punkte, da auch Schlusslicht St. Pölten (0:3 in Altach) verlor.

Seite 1: St. Pölten nach 0:3 in Altach 20 Spiele sieglos