Toni Polster

Polster-Kolumne

"Ich verstehe Stöger, die Austria ist ein Kasperltheater"

Nicht Stöger, sondern Kraetschmer und Hensel sollten die Austria verlassen. 

Peter Stöger zieht also die Reißleine. Recht hat er! Ich kann diese Entscheidung absolut nachvollziehen. Ganz ehrlich: Jeder Trainer möchte Spiele gewinnen, jeder Trainer möchte bei einem Verein etwas entwickeln. Wenn die Rahmenbedingungen in keinster Weise erfüllt werden, wenn es keine Perspektive für die Zukunft gibt, dann ist es ganz logisch, dass der Trainer sagt: nicht mit mir! Die Austria wird mit Sicherheit einen Nachfolger finden.

Viel zu bieten hat sie ihm derzeit aber nicht. Der Verein hat Schulden in Millionenhöhe. Es wurden noch keine Spielerverträge verlängert und zahlreiche Trainer bis in die Akademie rein gekündigt. Dazu spielt die Austria wieder in der Abstiegsrunde. Währenddessen setzten sich irgendwelche Investoren hin, die keine Ahnung haben, und reden von der Champions League. Das ist nur noch peinlich, ein Kasperltheater.

Stöger war der letzte Strohhalm für die Austria

Mit Stöger hat die Austria jetzt auch noch den letzten Strohhalm verloren, an den sich die Fans geklammert haben, verloren. Hauptsache mit Markus Kraetschmer wurde verlängert. Er ist für dieses Chaos verantwortlich. Er hat die Austria in den sportlichen und finanziellen Ruin getrieben. In seiner Zeit bei den Veilchen wurden, unglaubliche viele Fehleinkäufe getätigt. Diese Verlängerung kostet mir ein trauriges Kopfschütteln. 

Nicht Stöger, sondern Kraetschmer und Präsident Frank Hensel müssen den Verein verlassen. Stattdessen sollte ein Wirtschaftsprüfer her und mit jungen Spielern eine neue Austria aufgebaut werden.