Ferdinand Feldhofer

Bundesliga-News

Rapid ist der große Marktwert-Verlierer

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Selbst in der Marktwert- Tabelle rutscht der Rekordmeister weiter ab. 

Den sportlichen Verantwortlichen bläst in Hütteldorf weiter ein kräftiger (West-)Wind entgegen. Die neuen Marktwert-Zahlen von transfermarkt. at werden die Laune von Zoran Barisic nicht unbedingt steigern. Grund: Der von ihm zusammengestellte Kader verliert als einziger in der Bundesliga an Wert - und mit minus 17,2 Prozent dramatisch. Zum Vergleich: Beim letzten Stichtag im August war Rapid noch 28,4 Millionen wert, jetzt fiel die Zahl auf 23,5 Millionen Euro.

LASK überholt Rapid in der Marktwert-Tabelle

Freilich: Mitschuld an dem Absturz hat auch der Transfer von Yusuf Demir um 6 Millionen Euro zu Galatasaray Istanbul. Für den U21-Teamspieler holte der Rekordmeister keinen adäquaten Ersatz. Das Resultat ist nun der Absturz in der Marktwert-Tabelle auf den vierten Rang hinter LASK. Die Oberösterreicher steigerten ihren Wert um 9,2 Prozent auf über 25 Millionen Euro. Auf Platz zwei liegt Sturm Graz. Obwohl die Steirer ihren teuersten Spieler, Rasmus Höjlund, Richtung Italien verkauften, steigerte man den Klubwert auf 36,3 Millionen Euro. Die Kluft zu Liga-Krösus Red Bull Salzburg ist freilich aber noch größer geworden.

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Rapid ist der große Marktwert-Verlierer
× Rapid ist der große Marktwert-Verlierer

Liga-Gesamt-Wert stieg um 9,9 Prozent

Denn der Serienmeister durchbrach erneut die 200-Millionen-Euro-Schallmauer und schraubte den Wert auch dank Shootingstar Benjamin Sesko  noch einmal um satte 17 Prozent nach oben. Wie groß der Anteil der Salzburger insgesamt auf den Wert der gesamten Bundesliga ist, veranschaulicht auch diese Zahl.

Die 12 Klubs sind gemeinsam 346,55 Millionen Euro wert -davon entfallen allein 203,93 Millionen auf die Bullen. Neben Red Bull dürfen sich zwei weitere Klubs aus dem Westen über ein großes Plus freuen: WSG Tirol (+12,1) und Aufsteiger Austria Lustenau (+16,3).

WSG hat ausgeklügelte Transfer-Politik

Vor allem die Tiroler beweisen mit einer ausgeklügelten Transfer-Politik, wie man auch mit einem kleinen Vereins-Budget national für Furore sorgen kann und vor allem mit kostengünstigen Leihspielern (Stichwort: Giacomo Vrioni, Tim Prica). Diesen bietet die WSG ein gutes Sprungbrett für eine stärkere Liga. 

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