Rapid-Sturm

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Rapid will sich an Grazern revanchieren

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Rapid hat im Hit gegen Sturm noch eine Rechnung offen.

Der SK Rapid sinnt am Sonntag (17 Uhr im Sport24-Liveticker) im Fußball-Bundesliga-Heimspiel gegen Sturm Graz auf Revanche. Gegen die Steirer setzte es vor einer Woche eine 1:2-Auswärtsniederlage, womit Grün-Weiß gegen die "Blackys" schon seit fünf Partien auf einen Sieg wartet. Ein Ende dieser Serie wäre für Rapid nicht nur aus Prestigegründen wichtig.

Der Tabellenzweite Sturm scheint für Rapid mit acht Punkten Vorsprung bereits enteilt. Rang drei, der einen Fixplatz in einer Europacup-Gruppenphase bedeutet, ist für die Hütteldorfer fünf Runden vor dem Ende der Meistergruppe nur mit einem Zähler Vorsprung auf die Austria abgesichert. Erfolgserlebnisse gegen die Steirer und drei Tage später wieder im Allianz Stadion gegen Austria Klagenfurt sollen die Lage verbessern. "In diesen beiden Heimspielen wollen wir uns die bestmögliche Ausgangssituation für die letzten drei Runden schaffen", erklärte Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer.

Kein einfaches Unterfangen, schließlich ist die Ausfallsliste bei den Wienern nach wie vor lang. Jonas Auer, Srdjan Grahovac oder Dejan Petrovic sind nicht einsatzbereit, dazu sitzen die Innenverteidiger Emanuel Aiwu und Kevin Wimmer Sperren ab. An ihrer Stelle könnten die Veteranen Christopher Dibon und Maximilian Hofmann im Abwehrzentrum agieren. Letzterer steht vor seinem ersten Pflichtspiel seit Februar. "Es gibt keine Schonzeit, dass er noch einmal bei Rapid II einlaufen könnte", sagte Feldhofer angesichts der prekären Personalsituation über Hofmann.

Demir als Schlüsselspieler

Auch Yusuf Demir spielt in den Plänen des Rapid-Trainers eine wichtige Rolle, obwohl der Teenager seit seiner Rückkehr aus Barcelona nicht überzeugen konnte. "Er ist definitiv matchfit, aber die Form passt aktuell noch nicht ganz. Er zeigt im Training großen Einsatz, doch es ist nicht immer selbstverständlich, dass man super in Form ist, wenn man fit ist", erklärte Feldhofer und betonte: "Es wird besser und besser, doch man darf nicht vergessen, er ist erst 18 und hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Wir setzen weiter auf ihn und schenken ihm viel Vertrauen. Dass er das Talent hat, ein großer Spieler zu werden, ist uns allen bewusst."

Demirs Vertrag bei Rapid läuft noch bis 2024, dafür enden einige andere Arbeitspapiere wie etwa jene von Filip Stojkovic oder Ferdy Druijf mit Saisonende. Feldhofer wünscht sich in punkto Kaderzusammenstellung schnellstmöglich Klarheit. "Jetzt sollten wir uns offiziell deklarieren, wer wird bleiben und wer nicht. Ziel ist es schon, bei Trainingsstart im Sommer den gesamten Kader beisammen zu haben und nicht fünf Wochen später aus der Not heraus zu reagieren. Jetzt gilt es, die Ärmel hochzukrempeln und Verträge abschließen, von denen wir glauben, dass sie uns helfen."

Der Ex-ÖFB-Teamspieler ist bei Rapid auf eine hohe Personalfluktuation eingestellt - was Sturm laut Feldhofer zuletzt erspart geblieben ist. "Sie hatten bei weitem nicht so einen großen Umbruch wie wir jetzt, oder wie wir ihn vielleicht im Sommer haben werden. Sie haben Ruhe bewahrt und den Ball intern und extern flach gehalten."

Sturm seit fünf Spielen gegen Rapid ungeschlagen

Auch aufgrund dieser Vorgehensweise ist Sturm gegen Rapid seit fünf Matches ohne Niederlage, vermutete Feldhofer. "Diese Serie bestätigt nur, dass sie seit zwei Jahren auf einem guten Weg sind." Die Grazer stehen laut dem 42-Jährigen "berechtigt" auf Platz zwei.

Sturm hat die jüngsten vier Partien allesamt gewonnen und wird von rund 2.000 Fans nach Wien begleitet. Über 17.000 Tickets waren bis Freitagmittag abgesetzt. "Innerhalb einer Woche zweimal Sturm gegen Rapid - ich erwarte mir wieder einen heißen Tanz, viel Emotion und eine tolle Atmosphäre", erklärte Trainer Christian Ilzer.

Sturm bastelt schon an der Zukunft

Der Steirer zeigte sich optimistisch, dass die Erfolgsserie verlängert werden kann. "Wir haben einen echten Lauf, lassen im Moment nur sehr wenig bis gar nichts zu und agieren sehr kompakt. Dazu haben wir in der Offensive Spieler, die die Klasse haben, enge Spiele für uns zu entscheiden. Das ist eine sehr gute Kombination und diesen Lauf wollen wir am Sonntag in Hütteldorf bei diesem schwierigen Auswärtsspiel fortsetzen."

Grund zur Freude gab es bei Ilzer schon zwei Tage vor dem Match. Eigenbau-Spieler Niklas Geyrhofer verlängerte seinen Vertrag bis 2024 plus Option auf ein weiteres Jahr. "Er hat schon bewiesen, dass er großartige Qualitäten mitbringt und eine wichtige Rolle in unserem Kader einnimmt", sagte Sportchef Andreas Schicker über den momentan rekonvaleszenten Verteidiger.

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