Salzburg: Reine Cash-Cow statt Bullen-Power

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Salzburg: Reine Cash-Cow statt Bullen-Power

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Red Bull Salzburg konnte erneut Millionen durch Transfererlöse lukrieren.

Salzburg hat auch in dieser Transferperiode ordentlich abgecasht. Rund 55 Millionen sind durch die Verkäufe von Munas Dabbur, Xaver Schlager, Hannes Wolf und Stefan Lainer zusammengekommen. Dazu verließ mit Fredrik Gulbrandsen ein weiterer wichtiger Leistungsträger den Klub. Die Kassen sind also ordentlich gefüllt, aber echte Neuzugänge sucht man vergeblich.

Wohin fließt das ganze Geld? Der Verein kassiert regelmäßig Millionen durch Spielerverkäufe, investiert aber wenig. Talente werden angelockt, über „Satellitenklub“ Liefering werden die jungen Kicker hochgezogen und dann – meistens an Leipzig – für zig Millionen weiterverscherbelt. Salzburg-Kritiker sehen hinter dem ganzen Verein ein rein kapitalistisches Geschäftsmodell.

Anzumerken ist, dass sich dieser Weg für die jungen Spieler jedoch auch lohnt. Sadio Mané, Amadou Haidara, Marcel Sabitzer, Konrad Laimer … Es gibt unzählige Beispiele. Sie alle schafften über Salzburg den Sprung in eine große Liga.

In den "SN" äußert sich Sportchef Christoph Freund: "Wir haben sehr gute Transfereinnahmen gemacht, wollen das Geld aber nur sinnvoll investieren." Freund weiter: "Mit Erling Haaland und Antoine Bernede haben wir bereits im Winter zwei Transfers getätigt, die erst für diesen Sommer geplant waren. Der Vorteil ist, dass sie mittlerweile unseren Spielstil kennen und sich einleben konnten. Was aber nicht heißt, dass ich einen weiteren Neuzugang ausschließe. Wenn wir feststellen sollten, dass wir uns punktuell noch verbessern können, dann werden wir das tun."

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