2:1 n.V. gegen Admira

Rapid zittert sich ins Achtelfinale

Rapid kommt mit einem blauen Auge davon, zittert sich nach 120 Minuten zu einem 2:1 nach Verlängerung gegen die Admira und steht im Cup-Achtelfinale. 

Trotz intensivem Programm in den vergangenen Wochen überließ Rapid-Coach Kühbauer nichts dem Zufall, vertraute zu Beginn auf seine Top-Elf – mit den zuletzt angeschlagen Fountas und Ljubicic. Sein Gegenüber, Rapid-Legende Andreas Herzog, wechselte seine Startelf im Vergleich zum 2:1 zwölf Tage zuvor gegen Rapid in Hütteldorf auf gleich vier Positionen. Und sah nach nur 105 Sekunden die erste Chance seiner Elf: Ex-Admiraner Aiwu vertändelte den Ball, Kronberger schoss vorbei (2.). Auch die zweite dicke Chance gehörte der Admira – und was für eine: Aiwu machte seinen Fehler wieder gut, rettete für den bereits geschlagenen Gartler vor dem leeren Tor erst gegen Kronberger, dann gegen Kerschbaum (8.).

Ullmann schießt Rapid in Minute 38 in Front

Wo war Rapid? Die Wiener verschliefen die Anfangsphase komplett, leisteten sich zu viele Fehlpässe und kamen überhaupt nicht in die Partie. Erst nach rund einer Viertelstunde wurde es besser, Fountas gab nach einem Konter den ersten Schuss ab – vorbei (13.). Die Wiener waren nun bemüht, Ruhe ins Spiel zu bekommen, an Sicherheit zu gewinnen. Schüsse von Aiwu (18.) und Fountas (19.) wurden geblockt. Mehr fiel offensiv ideenlosen Wienern lange nicht ein – bis zur 38. Minute: Ullmann nahm sich aus rund 20 Metern ein Herz, traf flach ins lange Eck, 1:0 für Rapid. Weil Gartler anschließend stark gegen Kerschbaum hielt (40.), ging es mit der Rapid-Führung in die Kabinen.

Mustapha mit 1:1 – Rapid verzweifelt an Leitner

Nach Seitenwechsel änderte sich am Spielgeschehen nicht viel, Rapid tat weiterhin nur das Nötigste – und wurde dafür bestraft. Mustapha ließ die Wiener Hintermannschaft alt aussehen, schoss zum 1:1 ein (64.). Grün-Weiß musste jetzt wieder mehr machen – und kam! Grüll schoss einen Freistoß knapp vorbei (68.), dann scheiterte Kara völlig freistehend per Kopf an Keeper Leitner (68.). Auch in Minute 82 hatte Leitner das bessere Ende für sich, entschärfte den nächsten Kopfball von Kara. In der 86. Minute zeichnete sich Leitner ein weiteres Mal aus, lenkte einen gut platzierten Arase-Kopfball über die Latte. Die letzte Chance in der regulären Spielzeit hatte Kara, schoss vorbei (90.) – Verlängerung!

Grüll schießt Rapid per Elfmeter zum Aufstieg

Kühbauer reagierte, brachte Debütant Ballo und Knasmüllner für die erneut schwachen Fountas und Kara. Das erste Highlight in der Verlängerung in Minute 98: Leitner nahm einen Rückpass auf, Rapid bekam einen indirekten Freistoß im Strafraum zugesprochen. Ljubicic konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Ansonsten passierte vor 4.130 Zuschauern nicht viel – bis zur 108. Minute: Ganda senste Arase im Strafraum um – Elfer! Grüll schnappte sich die Kugel, traf abgebrüht zum 2:1. Die Entscheidung! Rapid jubelt, in Hütteldorf kehrt damit zumindest bis zum Liga-Heimspiel am Sonntag gegen Sturm ein wenig Ruhe ein.