ÖFB trennt sich von Skandal-Schiri

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ÖFB trennt sich von Skandal-Schiri

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Der Österreichische Fußballbund hat sich von Fritz Stuchlik getrennt.

Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) hat am Donnerstag mitgeteilt, dass das Dienstverhältnis mit Schiedsrichter-Manager Fritz Stuchlik "in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst" worden ist. Über eine Neubesetzung der Funktion werde zeitnah entschieden, hieß es in der nur zwei Sätze umfassenden ÖFB-Aussendung. Mehr war nicht zu erfahren, auch Stuchlik war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Stuchlik war von 1994 bis 2009 als FIFA-Referee tätig. Der 52-jährige Wiener arbeitete dann nach seiner aktiven Karriere als Schiedsrichter-Manager für den ÖFB und war bis zuletzt für die administrativen Aufgaben der Unparteiischen zuständig.

Fritz Stuchlik polarisierte bereits als Schiedsrichter. Mehr oder weniger stolze Rekorde wie zwölf Gelbe Karten und einmal Gelb-Rot in einer einzigen Bundesliga-Partie, oder auch die einzige Rote Karte für ManU-Legende Ryan Giggs sind Teil seiner Karriere.

Stuchlik hatte sich lange beim Wiener Fußball-Verband um die Besetzungen gekümmert. Gerüchte und Kritik am "System Stuchlik" wurden immer wieder laut. "Gravierende Missstände und Fehlentwicklungen" monierte einmal etwa Schiedsrichter Harald Ruiss. Auch wurde enthüllt, dass Stuchlik einst beim Lauftest gescheitert war und dennoch weiter als Bundesliga-Unparteiischer agieren durfte.

Ein Skandal, den Günter Benkö, jahrelang internationaler Top-Referee und heute stellvertretender Vorsitzer der ÖFB-Schiedsricherkommission, sogar zugab. Die Zeiten von Fritz Stuchlik bei den Lauftests "seien geschönt" worden.

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