Maierhofer: ''Ich träume von der Bundesliga''

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Maierhofer: ''Ich träume von der Bundesliga''

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Krems-Neuzugang (als Trainer und Spieler) Stefan Maierhofer im Talk vor dem Saisonstart der Regionalliga Ost am Freitag.

Nach einem Jahr Auszeit feiert Stefan Maierhofer seine Rückkehr auf den Fußballplatz. Der Ex-ÖFB-Teamspieler startet bei Regionalliga-Aufsteiger Krems – als Spieler und Teil des Trainerteams. Vor dem heutigen Start nahm sich der 39- Jährige Zeit für ein ausführliches Interview.

oe24: Stefan, Sie sind zurück. Wie groß ist die Freude?
Stefan Maierhofer: Es gab auch vergangene Saison ­einige Anfragen, auch aus der Zweiten Liga. Aber es war nichts dabei, was sich richtig angefühlt hätte. Ich bin im Winter erstmals Vater geworden, so habe ich die erste Zeit als Familie genossen und konnte meiner Freundin zu Hause unter die Arme greifen. Ich habe viele Erfolge im Fußball feiern dürfen, aber die Geburt meiner Tochter übertrifft alles. Wenn sie mich anlächelt, vergesse ich alles um mich herum. Das ist das schönste Gefühl.

oe24: Und trotzdem wagen Sie nun nochmals eine neue Karrierestation …
Maierhofer: In den letzten Wochen habe ich gemerkt, dass es mich wieder reizt, am Platz zu stehen und mit einer Mannschaft was zu bewegen. Dass es mit Krems geklappt hat, ist perfekt. Von meiner Haustüre sind es nur 50 Kilometer, ich bin ohne weite Wege rasch wieder zu Hause. Noch dazu bekomme ich die Chance, mich als Trainer einzubringen – das war mir hinsichtlich meiner Zeit nach der aktiven Karriere wichtig.

oe24: Wie schaut die Rolle als Spielertrainer aus?
Maierhofer: Björn (Anm: Wagner, Trainer) taugt unsere Zusammenarbeit. Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die am Platz noch zu leise ist. Da probiere ich zu helfen. Genauso wie mit meiner Erfahrung, die ich über die vergangenen Jahre als Spieler gemacht habe. Es macht mir viel Spaß, in diesem Trainerteam zu arbeiten. Wir tauschen uns viel aus, sind auf einer Wellenlänge. Ich probiere, mich da bestmöglich einzubringen, möchte aber natürlich auch noch am Platz mithelfen, erfolgreich zu sein.

oe24: Was reizt Sie an der Traineraufgabe?
Maierhofer: Der Fußball hat mir so viel gegeben, ich möchte auch nach meiner aktiven Karriere weiter im Profibereich arbeiten. Ich denke, ich habe vielleicht noch ein, zwei Jahre als Spieler, dann will ich den nächsten Schritt in Richtung Trainerbereich machen. Die A-Lizenz habe ich schon, jetzt kann ich in Krems die nächsten Erfahrungen sammeln, wofür ich sehr dankbar bin.

oe24: Wo sehen Sie sich als Trainer in fünf Jahren?
Maierhofer: Auf jeden Fall in einer oberen Liga, im ­Idealfall in der Bundesliga. Dort reizen mich viele Aufgaben. Natürlich wäre es ein Traum, irgendwann einmal Trainer bei einem Topverein wie Rapid oder Sturm Graz zu sein. Aufgrund meiner Vergangenheit bei Red Bull wird es vielleicht nicht einfach (lacht). Aber warum nicht? Ich hatte eine tolle Zeit in Hütteldorf, war Teil der letzten Meistermannschaft.

oe24: Wie lauten die Saisonziele in Krems?
Maierhofer: Wir haben wie gesagt eine sehr junge Mannschaft, die noch nicht so Regionalliga-erfahren ist. Letztes Jahr war das Team mit sehr vielen Siegen und dem Aufstieg sehr erfolgsverwöhnt. Heuer wird es wichtig sein, dass wir den Kampf und die Robustheit in dieser Liga annehmen und nach etwaigen Niederlagen die Ruhe bewahren. Dann denke ich, dass wir einen gesicherten Mittelfeldplatz erreichen können. Das wäre das Ziel.

oe24: Und Ihr persönliches Saisonziel?
Maierhofer: Aktuell denke ich, dass ich bei einem Fitnesslevel von 80 bis 85 Prozent stehe. Aber ich merke, dass es mit jedem Tag und Training noch besser wird. Vielleicht gehen sich schon zum Auftakt in Traiskirchen 60, 70 Minuten aus. Über die gesamte Saison gesehen hoffe ich, dass ich eine zweistellige Tormarke erreiche, das habe ich zuletzt vor drei Jahren in Aarau geschafft. Ich glaube, dass Jannick (Anm: Schibany) und ich ein gefährliches Sturm-Duo bilden können.

oe24: Zum Start geht es heute gegen Traiskirchen – was ist möglich?
Maierhofer: Traiskirchen ist sicher der große Favorit, ein echter Gradmesser für uns. Danach wissen wir, wo wir stehen und wohin die Reise gehen könnte. Aber ich fahre als Trainer und Spieler zu dem Auswärtsspiel, um ein gutes Spiel abzuliefern und zumindest einen Punkt mitzunehmen.

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