Frenkie Schinkels

Fussball in Wien und NÖ

Schinkels Junior kostet Vater den Job

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Oe24-Experte verkündete nach einem 1:2 gegen Karlstetten in einem emotionalen Video seinen Abschied als St.-Pölten-Coach. Ausgerechnet Sohn Romario brachte die Gäste in Führung.

In der 1. Klasse West/Mitte kam es am Wochenende zum emotionalen „Schinkels-Derby“. Papa Frenkie Schinkels, der als Spieler-Trainer beim SC St. Pölten fungiert, traf auf Sohnemann Romario und Karlstetten. Die Gäste gewannen nach einem Tor des Juniors 2:1 und sein Vater trat anschließend als St.Pölten-Coach zurück.

"Das ist Sport, das muss man akzeptieren"

Es war die 21. Minute, als oe24-Experte Schinkels den großen Dämpfer hinnehmen musste. Karlstetten bejubelt in St. Pölten das 1:0 und ausgerechnet der eigene Sohn schoss das Tor: „Es war nicht ganz überraschend. Er ist Kapitän und der beste Mann beim Gegner“, sagte der Ex-ÖFB Teamspieler. Nachsatz: „Dass er mich noch tiefer hinunterschießt ist nicht schön, aber das ist Sport, das muss man akzeptieren.“

Video zum Thema: Schinkels Junior zwingt Vater zum Rücktritt

Schinkels wechselt sich mit 59 Jahren selber ein

Adam Konecny sorgte kurz darauf für das 2:0 (25.). Nach dem Anschlusstreffer von Daniel Rehak (67.) wechselte sich Schinkels selber ein. „Wenn man mit 59 Jahren noch einmal reingeht, dann mit voller Überzeugung. Es sind Spieler dabei, die kommen nicht aufs Training oder gehen bis sechs Uhr in der Früh fort. Ich bin topfit, das weiß jeder. Deshalb habe ich probiert das Ruder herumzureißen. Am Ende hat es leider nicht geklappt. Karlstetten hat mit aller Macht verteidigt und deshalb auch verdient gewonnen“, musste er sich eingestehen.

St. Pölten blieb auch das neunte Spiel in dieser Saison ohne Sieg, ist mit zwei Punkten Letzter. Schinkels, der sein Team als Meister von der 2. in die 1. Klasse führte, verkündete mit einem emotionalen Video seinen Rücktritt. „Ich habe gesehen, dass es mit dieser Mannschaft extrem schwierig ist in der 1. Klasse zu überleben. Es bringt nichts, wenn man jede Woche das Gleiche erzählt. Irgendwann wirken Worte nicht mehr. Das habe ich eingesehen und mich deshalb dazu entschlossen die Reißleine zu ziehen“, verriet er.
 

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