Derby-Time in Wien und Niederösterreich

2. Liga

Derby-Time in Wien und Niederösterreich

In der neunten Runde der 2. Liga geht´s am Wochenende richtig rund: St. Pölten will sich im N.Ö.-Derby aus der Krise ballern und der FAC steht vor dem ersten Wien-Derby gegen Rapid II. 

Acht Spiele, nur ein Sieg, ein Unentschieden und schon sechs Niederlagen – Bundesliga-Absteiger St. Pölten liegt in der 2. Liga auf dem enttäuschenden 15. Platz. Freitag (ab 18.10 Uhr) geht es mit dem Niederösterreich-Derby gegen Amstetten weiter. Da hoffen die Wölfe wieder auf Tore von Daniel Schütz. Der 30-Jährige erzielte am Dienstag im Cup beim umjubelten 3:2 in Schwaz einen Doppelpack. „Ich bin froh, dass ich wieder fit bin und der Mannschaft helfen kann. Die Tore geben mir natürlich Selbstvertrauen“, sagt Schütz. 

Derby-Debüt in Floridsdorf

Das dritte Aufeinandertreffen in der 2. Liga zwischen dem Floridsdorfer Athletiksport-Club und dem SK Rapid II bringt eine Besonderheit mit sich, denn nachdem beim letzten Kräftemessen im vergangenen März Corona-bedingt keine Zuschauer in Wien-Floridsdorf erlaubt waren, kommt es am Samstag zum ersten Zweitligaduell zwischen den Floridsdorfern und den Hütteldorfern mit Publikum am FAC-Platz.

Die Floridsdorfer konnten in der vergangenen Runde mit dem 2:0-Auswärtssieg beim FC Dornbirn die passende Antwort auf die 1:3-Heimniederlage gegen Wacker Innsbruck aus der Vorwoche geben und gehören damit wieder zum Verfolger-Quintett des Tabellenführers aus Lustenau. „Dank der jüngsten Leistungen und Ergebnisse haben wir uns die Chance erspielt, mit einem Erfolgserlebnis am Wochenende weiter oben dranzubleiben. Dazu ein attraktiver Gegner und eine hoffentlich packende Kulisse am FAC-Platz. Die Motivation im gesamten Verein auf dieses Spiel ist schon die ganze Woche enorm groß“, freut sich Manager Sport Lukas Fischer über das bevorstehende Derby.

Das gilt auch für FAC-Mittelfeldmann Daniel Rechberger, der insgesamt zwölf Jahre in der Jugend der Hütteldorfer gespielt hat: „Bei mir ist die Motivation gegen Rapid Wien natürlich am höchsten, das ist klar. Wenn wir unsere Tugenden abrufen, bin ich mir sicher, dass wir ein gutes Spiel abliefern und den Grün-Weißen Probleme bereiten können.“ Während sich die jungen Rapidler nach dem 2:1-Heimerfolg am vergangenen Wochenende gegen den GAK seit dem Wochenstart auf das Derby am FAC-Platz vorbereiten können, durfte der FAC am Dienstag noch im UNIQA ÖFB-Cup antreten und konnte sich beim Kärntner Regionalligisten SK Treibach mit einem 5:1-Erfolg für das Stadtduell am Samstag warmschießen. 

Cup-Sieg bringt Selbstvertrauen

„Das Weiterkommen im Cup gibt uns natürlich Selbstvertrauen und Schwung für die Partie am Samstag. Die Art und Weise, wie wir gerade in der Offensive agiert haben, wollen und müssen wir auch gegen Rapid an den Tag legen“, blickt Cheftrainer Mitja Mörec mit Vorfreunde auf das Spiel gegen die Elf von Patrick Jovanovic.

Die Ausgangslage in der 2. Liga bleibt auch nach acht gespielten Runden ungemein spannend, denn zwischen dem FC Liefering auf Platz zwei und dem Tabellenzehnten Young Violets Austria Wien liegen nur fünf Punkte Differenz. Geht der auf Rang fünf platzierte FAC auch im dritten Zweitliga-Duell mit dem SK Rapid II als Sieger vom Platz, könnten die Floridsdorfer sogar bis auf Rang zwei springen. Doch schon jetzt ist es mit 14 Punkten aus den ersten acht Spielen der beste Saisonstart des FAC seit dem Aufstieg aus der Regionalliga Ost im Jahr 2014.

Ein Highlight für die Fans gibt es bereits im Vorfeld der Partie, denn die ersten 500 Zuschauer am FAC-Platz sowie Fans in Tracht erhalten beim „Oktoberfest“-Heimspiel der Floridsdorfer ein Freibier (nur beim Ausschank auf der Haupttribüne).