Bayern: Sonderlob für Abwehrchef Alaba

Vor Kracher gegen BVB

Bayern: Sonderlob für Abwehrchef Alaba

Alaba und Bayern weiter auf Siegerstraße - ÖFB-Star bekommt nächstes Sonderlob.

Auch die Teams von Adi Hütter und Oliver Glasner haben den Siegeszug von Bayern München und Borussia Dortmund in der deutschen Fußball-Bundesliga nicht stoppen können. Die beiden Titelrivalen feierten am Samstag den jeweils sechsten Ligatriumph in Serie. Am Dienstag (18.30 Uhr im oe24-LIVE-Ticker) kommt es in Dortmund zum mit Spannung erwarteten Showdown der beiden Titelrivalen.

Die Bayern gehen nach ihrem 5:2-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt mit vier Punkten Vorsprung auf ihren ersten Verfolger in das Duell. "Wir haben eine Position der Stärke und eine gute Ausgangsposition, die wir verteidigen wollen", erklärte Bayern-Trainer Hansi Flick. "Solche Spiele gerade gegen den BVB sind immer etwas Besonderes." Daran ändert auch der Umstand nichts, dass infolge der Corona-Maßnahmen diesmal keine Zuschauer zugelassen sind.

Flick argumentierte mit der Bilanz nach dem Neustart nach der Corona-Pause: "Wir haben in den beiden Spielen sechs Punkte geholt, zwei Siege eingefahren." Jener der Bayern gegen Frankfurt war eindrucksvoll - auch wenn ÖFB-Verteidiger Martin Hinteregger das Spiel nach 0:3-Rückstand seines Teams mit zwei Toren nach Eckbällen zwischenzeitlich noch einmal spannend machte.

Nächstes Sonderlob für Alaba

"Ich bin mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden. Wir haben dominiert", sagte Flick. Sonderlob gab es für seinen Abwehrchef: "Gerade auch, was David Alaba als Innenverteidiger hinten spielt, wie er die Abwehr zusammenhält - das ist einfach große Klasse." Nebenmann Jerome Boateng musste in der zweiten Hälfte wegen muskulärer Probleme vom Platz, soll aber in Dortmund spielen können.

Flick hofft auf ein schönes Spiel. "Unabhängig vom Ergebnis wird danach allerdings noch nichts entschieden sein. Die Liga ist gerade in der Spitze sehr ausgeglichen und zeigt attraktiven Fußball", meinte der 55-Jährige, unter dem die Bayern seit seiner Amtsübernahme im November die Trendwende geschafft haben. Das sah auch Ehrenpräsident Franz Beckenbauer so, der als einer der ausgewählten Gäste zum Geisterspiel durfte: "Die Bayern sind in einer starken Verfassung."

Den Umstand musste auch Hütter anerkennen, der mit seinem Team die vierte Niederlage in Serie bezog. Am Dienstag gegen Freiburg soll wieder Zählbares her. "Ich finde, dass wir insgesamt eine ordentliche Leistung gezeigt haben. Darauf können wir aufbauen, auch wenn es keine Punkte gab", meinte der Vorarlberger. "Auch wir werden wieder anfangen zu gewinnen, wir müssen auch anfangen zu gewinnen."

Der Doppelpack seines Landsmannes freute den früheren Salzburg-Coach. Hinteregger hält in dieser Saison nun bereits bei acht Ligatoren - die mit Abstand meisten aller Verteidiger. "Die beiden Tore haben uns wieder neues Leben eingehaucht", sagte der 27-Jährige. Im Finish traf er mit der Ferse aber auch noch unglücklich ins eigene Netz. Trotz Bayerns Klasse hätte man das Gefühl gehabt, man hätte aus München etwas mitnehmen können. Hinteregger: "Wir müssen wieder in die Spur finden und die guten Ansätze zu Punkten machen."

Bayern gut in Schuss

Das gelingt den Bayern derzeit ohne Probleme. Bei den jüngsten sechs Ligasiegen hat der Titelverteidiger nicht weniger als 22 Tore erzielt. Seit Anfang Dezember ging keine Partie mehr verloren. "Der Gesamtauftritt war ziemlich gut. Wir hatten eine gewisse Galligkeit", meinte der gegen Frankfurt außergewöhnlich starke Offensivmann Thomas Müller. "Wir marschieren, Dortmund marschiert, da können wir uns auf Dienstag freuen."

Sechs Runden sind danach nur noch ausständig. Mit sieben Punkten Vorsprung wären die Münchner dem achten Meistertitel in Serie ganz nah. "Wenn die Bayern das gewinnen sollten, bin ich überzeugt, dass sie deutscher Meister werden", meinte Hütter.

Dortmund gelang die Generalprobe mit einem 2:0-Erfolg beim VfL Wolfsburg. Über das anstehende Titelduell wollte Trainer Lucien Favre aber noch kein Wort verlieren. "Ich will nicht von Bayern sprechen. Wir müssen unseren Sieg heute genießen. Das ist das Wichtigste", betonte der Schweizer, der um den Einsatz von Mats Hummels bangt. Der frühere Bayern-Star musste in Wolfsburg wegen Achillessehnenproblemen zur Pause ausgewechselt werden.

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Danach waren die Wolfsburger am Drücker. "Wir haben Dortmund teilweise eingeschnürt", meinte Trainer Glasner. Dortmund sei aber ballsicherer gewesen und habe weniger unerzwungene Fehler gemacht. Glasner: "Es fehlt uns noch ein bisschen was, um gegen diese Gegner zu bestehen. Es gilt, dieses bisschen was aus uns raus zu kitzeln, um auch punkten zu können. Aber dieses bisschen was fehlt uns noch in diesen absoluten Top-Duellen."

Ein solches entschied Leverkusen für sich. Die Werkself schob sich mit einem 3:1 in Mönchengladbach an den Gastgebern vorbei auf Platz drei. Auf die Bayern fehlen aber immer noch acht Zähler. Bei den Gladbachern sind es nun deren neun. "Es wären sehr wichtige Punkte gewesen. Wir wollten oben dran bleiben", sagte ÖFB-Verteidiger Stefan Lainer. "Deshalb sind das schon verlorene drei Punkte, die wehtun." Auf der Gegenseite kam Aleksandar Dragovic zu seinem ersten Startelf-Einsatz in der Liga in diesem Kalenderjahr. ÖFB-Kapitän Julian Baumgartlinger wurde in der 81. Minute für ihn eingewechselt.