Manipulationsverdacht im deutschen Fußball

Hohe Wettbeträge

Manipulationsverdacht im deutschen Fußball

Bei einem Testspiel gab es Haußergewöhnlich hohe Wettbeträge in Asien.

Ein Fußball-Testspiel zwischen dem SV Wehen Wiesbaden und der zweiten Mannschaft des deutschen Bundesligisten Borussia Mönchengladbach (3:1) steht unter Manipulationsverdacht. Beide Vereine bestätigten am Sonntagabend einen entsprechenden Bericht des "Wiesbadener Kuriers".

Hohe Geldbeträge

Danach wurden sowohl der Drittliga-Club als auch die Borussia von der Sportradar AG darauf aufmerksam gemacht, dass in Asien hohe Geldbeträge auf eine bestimmte Anzahl von Toren in dieser Partie gewettet wurden. Die Firma überwacht im Auftrag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zahlreiche Spiele auf mögliche Wettmanipulationen.

Zwei Witz-Elfer
Dieses Spiel fand am Samstag im türkischen Side statt, wo beide Mannschaften aktuell ein Trainingslager absolvieren. Es ging auch deshalb mit 3:1 für Wehen Wiesbaden aus, weil beide Teams je einen völlig unberechtigten Strafstoß erhielten. Von "Slapstick-Elfmetern" sprach Gladbach-Trainer Arie van Lent nachher, ohne zu diesem Zeitpunkt bereits von dem Manipulationsverdacht zu wissen.

Organisiert wurden Trainingslager und Testspiel von einer türkischen Agentur, die auch den Schiedsrichter organisiert hat. Vor allem in der Türkei, wo zwischen Jänner und März insgesamt mehrere hundert Profi-Teams aus allen Teilen Europas, darunter heuer neun österreichische Bundesligisten, ihre Wintertrainingslager abhalten, geraten bereits seit Jahren immer wieder solche Partien unter Manipulationsverdacht