Strafverfahren gegen Sepp Blatter eingestellt

Wegen TV-Deal und Zahlungen an Platini

Strafverfahren gegen Sepp Blatter eingestellt

Dem ehemaligen Präsidenten des Fußball-Weltverbandes (FIFA), Sepp Blatter, steht kein erneutes Strafverfahren wegen eines TV-Deals mit der Karibischen Fußball-Union (CFU) aus dem Jahr 2005 bevor. 

Ein Schweizer Gericht hat den Antrag der FIFA zur Wiederaufnahme am Donnerstag abgelehnt. Nachdem die Schweizer Staatsanwaltschaft im vergangenen Jahr die Ermittlungen gegen Blatter eingestellt hatte, versuchte die FIFA diese Entscheidung mit der Wiederaufnahme rückgängig zu machen.

Der 85-jährige Blatter, der die FIFA bis 2015 geleitet hatte und anschließend wegen Verstößen gegen die Berufsethik mehrere Jahre aus dem Sport ausgeschlossen war, wurde beschuldigt, der CFU Fernsehrechte für die Weltmeisterschaften 2010 und 2016 weit unter Marktwert verkauft zu haben. Ein zweites Strafverfahren beschäftigt sich mit einer Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken an den damaligen Präsidenten der Europäischen Fußball-Union (UEFA, Michel Platini.

Sowohl Blatter als auch Platini beteuerten wiederholt ihre Unschuld. Beide sind Teil des größten Korruptionsskandals in der Geschichte der FIFA, welcher zu zahlreichen Anklagen und Verurteilungen in den USA