Glasner will gegen Alaba im Supercup triumphieren

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Glasner will gegen Alaba im Supercup triumphieren

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Am Mittwoch (21 Uhr) steigt in Helsinki der Supercup-Hit zwischen Champions-League-Sieger Real Madrid und Europa-League-Champion Eintracht Frankfurt. David Alaba ist mit den Königlichen gegen Oliver Glasners Frankfurter der Favorit.

ÖFB-Legionär David Alaba kämpft am Mittwochabend (ab 21 Uhr im Sport24-Liveticker) mit Real Madrid gegen Oliver Glasners Eintracht Frankfurt in Helsinki um den ersten europäischen Titel der neuen Saison. Im UEFA-Supercup geht der Champions-League-Sieger aus Madrid als Favorit ins Spiel. Allerdings haben die Frankfurter international einige Male bewiesen, dass sie in entscheidenden Spielen mit der Unterstützung der Fans im Rücken über sich hinaus wachsen können.

Ancelotti warnt vor Außenseiter Frankfurt

Real Madrid steht nach dem Gewinn der Champions-League im vergangen Mai zum insgesamt achten Mal im Supercup-Finale. Vier Austragungen konnten die Königlichen bisher für sich entscheiden. Mit einem weiteren Erfolg würden die Madrilenen zu den Rekordsiegern FC Barcelona und AC Mailand aufschließen. Die Aufgabe wird keine einfache, Trainer Carlo Ancelotti warnte vor dem Duell mit dem Kontrahenten aus Frankfurt: "Letztes Jahr hat die Eintracht etwas Besonderes erreicht, weil sie nicht zu den Favoriten gehörte. Das ist eine Mannschaft, die uns definitiv Probleme bereiten wird."

Die einzige Pflichtspiel-Begegnung der beiden Mannschaften liegt schon 62 Jahre zurück. Das Finale des Landesmeisterpokals 1960 entschieden die Königlichen vor rund 127.621 Zusehern im Glasgower Hampden Park mit 7:3 für sich. In den bisherigen 46 Supercup-Endspielen unter Schirmherrschaft der UEFA behielt 26 Mal der Sieger des Pokals der europäischen Meistervereine bzw. der Champions League die Oberhand.

Frankfurt will Debakel vergessen machen

Die Partie am Mittwoch (21 Uhr/live ServusTV, Sky) wird das erste Pflichtspiel der Madrilenen in der neuen Saison. Die La Liga-Spielzeit beginnt erst am kommenden Sonntag. Die aktuelle Form ist daher schwer einzuschätzen, die Favoritenrolle tendiert dennoch in Richtung der Königlichen. In den Testspielen gab es kürzlich eine 0:1-Niederlage gegen den Rivalen FC Barcelona und ein 2:0 über Juventus Turin. Alaba könnte nach seinem Wechsel im Sommer des Vorjahres bereits seinen vierten Titel (CL, Liga, spanischer Supercup) als "Königlicher" feiern.

Die einzigartige Frankfurt-Reise durch Europa erreichte mit dem Europa-League-Titel in Sevilla ihren Höhepunkt. Mit der Unterstützung von tausenden Fans und einem unglaublichen Teamgeist schafften es die "Adler" auch vermeintlich größere Teams zu schlagen. Glasner blickte dem Kräftemessen durchaus optimistisch entgegen: "Wir wollen gegen einen eigentlich übermächtigen Gegner mit unserer Spielidee, mit unseren Charakteren und unserer Leidenschaft in der Lage sein, das Spiel zu gewinnen."

Für die Eintracht bietet sich im Supercup-Finale auch die Chance, den verpatzten Bundesliga-Auftakt am vergangenen Freitag gegen den FC Bayern (1:6) vergessen zu machen. Dafür ist jedoch, vor allem in der Defensive, eine deutliche Steigerung notwendig. Frankfurt steht zum ersten Mal im Finale des UEFA-Supercups. Und könnte das erst zweite Team neben den Bayern werden, das diesen Pokal nach Deutschland holt. Trainer Glasner muss dabei auf Topspieler Filip Kostic verzichten. Der wechselwillige Serbe steht in finalen Gesprächen mit Juventus Turin.

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