So plant Rangnick für sein großes EM-Ziel

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So plant Rangnick für sein großes EM-Ziel

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Stadion-Tour & Wohnungssuche halten Teamchef auf Trab – im September Nations League, dann zählt nur noch EURO. Ralf Rangnick sprach mit oe24 über seinen Alltag und die Pläne mit dem Team.

Wien. Bei Teamchef Ralf Rangnick folgt aktuell ein Termin auf den nächsten. Der Deutsche sah das 6:0 von Salzburg in Lustenau und das 1:2 von Rapid gegen Sturm live im Stadion. Demnächst will er Trainingseinheiten von den Hütteldorfern und der Austria besuchen. Dazu hat der 64-Jährige einen Austausch mit Frauen-Teamchefin Irene Fuhrmann geplant. Und: Rangnick sucht eine neue Unterkunft, die, wie er verrät, „auch gerne in Österreich sein kann.“ Trotz vollem Terminkalender nahm sich der ehemalige ManUnited-Coach im Palais Hansen Kempinski am Wiener Schottenring Zeit für einen Talk mit Journalisten. Oe24 war vor Ort und sprach mit Rangnick über seine Pläne mit dem Nationalteam.

Nations League: Zwei Siege im Teamchef-Visier

Nach seiner Bestellung Ende April 2022 steht im September der zweite Lehrgang des ÖFB-Teamchefs auf dem Programm. In den letzten beiden Spielen der Nations League warten am 22. auswärts Frankreich und am 25. im Ernst-Happel-Stadion Kroatien. Dänemark komplettiert die Gruppe A, in der Österreich aktuell Dritter ist. „Wir wollen grundsätzlich jedes Spiel gewinnen – auch gegen Frankreich und Kroatien“, sagte Rangnick. Er betonte aber auch, dass der „hauptsächliche Fokus“ auf der im März startenden Qualifikation für die EM 2024 in seinem Heimatland Deutschland liegt. „Es nützt nix, wenn wir jetzt zwei Siege feiern und uns dann nicht für die EURO qualifizieren.“

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EURO: Werden alles tun, um uns zu qualifizieren

Das Abschneiden in der Nations League beeinflusst allerdings die Topfeinteilung für die EM-Auslosung, die schon am 9. Oktober in Frankfurt stattfindet. Wunschgegner nannte Rangnick – aufgrund der ungewissen Topfeinteilung – vorerst keinen, allerdings hat er große Ziele. „Wir werden alles dafür tun, um uns zu qualifizieren. Wenn wir das geschafft haben, dann wollen wir natürlich auch die Gruppe überstehen.“
Die Heimspiele in der Qualifikation müssen für Rangnick nicht zwangsläufig im Ernst Happel Stadion stattfinden: „Wir müssen – abhängig vom Gegner – schauen, in welchem Stadion wir die größte Wahrscheinlichkeit auf die beste Atmosphäre haben. Nach diesen Kriterien müssen wir die Standorte vergeben. Da brauche ich auch die Erfahrung von Peter Schöttel (ÖFB-Sportdirektor, Anm.) oder Bernhard Neuhold (ÖFB-Geschäftsführer, Anm.).“

ÖFB-Kader: Die Baustellen im Nationalteam

Aktuell beschäftigt sich Rangnick eifrig mit dem Kader für den September-Lehrgang. Keine Option ist Martin Hinteregger, der seine Karriere beendete: „Es kam natürlich überraschend, aber man muss das respektieren“, so der Deutsche. Im Abwehrzentrum sieht er aber ohnehin keine Problemzone. „Wir haben dort deutlich mehr Spieler, als Außenverteidiger.“ Vor allem auf der linken Seite mangelt es an Alternativen. Eine Option für den Posten bleibt Salzburgs Max Wöber, der dort unter Rangnick schon auflief: „Ich wüsste nicht, warum er in bestimmten Spielen, gegen bestimmte Gegner, nicht Linksverteidiger spielen sollte“, betonte er. Sorgen bereitet ihm die aktuelle Situation um Xaver Schlager. Der 24-Jährige drückt nach seinem Wechsel zu Leipzig die Bank. „Mir ist nicht aufgefallen, dass er körperliche Defizite hat. Die werden bei Leipzig aber angeführt.“ Positiv hingegen stimmt ihn die Entwicklung von Marcel Sabitzer bei den Bayern. Und Rangnick stellte klar: „Eine Nominierung hat immer etwas mit der aktuellen Form zu tun.“

Talente: Diese Jungstars hat Rangnick auf dem Zettel

Auch die ein oder andere Zukunftshoffnung hat der Teamchef schon auf seinem Zettel. „Ohne Anspruch auf Vollständigkeit“ nannte er Namen wie Muhammed Cham (Clermont), Marlon Mustapha (Mainz), Flavius Daniliuc (Nizza) oder Dijon Kameri (Salzburg).
 

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