Auswärtssieg 3:1

Rapid setzt Erfolgsserie bei Ried fort

Ersten beiden Chancen und umstrittenen Elfer eiskalt verwertet.

Rekordmeister Rapid Wien hat am Freitagabend mit einem 3:1-(2:1)-Auswärtssieg über die SV Ried seine Erfolgsserie in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt. Tore von Branko Boskovic (31.), Nikica Jelavic (36.) und Steffen Hofmann (56./Foulelfer) brachten den vierten Liga-Erfolg en suite, der allerdings glücklich zustande kam. Die Rieder hatten nämlich in Hälfte eins eine Vielzahl von Chancen, doch es reichte lediglich zum Anschlusstreffer durch Markus Hammerer (44.) kurz vor der Pause.

Damit verkürzte Rapid vor den Augen von Teamchef Dietmar Constantini den Rückstand auf Tabellenführer Salzburg, der erst am Samstag beim Schlusslicht Austria Kärnten gastiert, vorerst auf drei Zähler und sicherte Platz zwei ab. Die Rieder, die von den jüngsten 13 Liga-Partien nur eine einzige gewonnen haben, liefen dagegen Gefahr, Platz sieben zu verlieren, falls der LASK am Samstag einen Heimsieg über Wr. Neustadt feiern sollte.

Die Hausherren begannen mit gewohntem 3-3-3-1-System vor 7.200 Zuschauern fulminant, doch Hammerer, Lexa (beide 5./nach Thonhofer-Fehler), Burgstaller, Reifeltshammer (beide 8./jeweils per Kopf) und erneut Hammerer (9.) scheiterten allesamt am in Hochform agierenden Rapid-Schlussmann Hedl. Die ersatzgeschwächten Rapidler, die Pehlivan, Kavlak, Salihi (alle verletzt), Dober (erkrankt) und Heikkinen (gesperrt) vorgeben mussten, waren da viel effizienter und nützten ihre ersten beiden Chancen eiskalt aus: Nach einem Hofmann-Corner setzte der Montenegriner Boskovic einen wuchtigen Kopfball unter die Latte und durfte über sein erstes Saisontor jubeln. Nur fünf Minuten später verwertete Jelavic eine Drazan-Flanke im Rutschen zum 2:0, es war der bereits 13. Saisontreffer für den Kroaten.

Die Rieder agierten nach diesem doppelten Schock zunächst arg verunsichert, erst die Auswechslung des erneut am rechten Oberschenkel angeschlagenen Katzer brachte sie zurück ins Spiel (44.). Ersatzmann Patocka wurde nämlich im wahrsten Sinne des Wortes von Hammerer kalt erwischt. Der erst 20-jährige Ried-Stürmer setzte sich im Laufduell mit dem 32-Jährigen klar durch und traf mit seinem dritten Saisontor zum 1:2.

Nach dem Wechsel begannen die Rieder wieder mit mehr Elan, kamen aber nicht zu so zwingenden Chancen wie am Beginn von Hälfte eins. Die endgültige Entscheidung zugunsten der Gäste aus Hütteldorf brachte ein umstrittener Elferpfiff vom an diesem Abend alles andere denn souveränen Referee Schörgenhofer, der nach einem Zweikampf zwischen Reifeltshammer und Drazan, der im Anschluss gestolpert war, auf Penalty entschied. Diese Chance ließ sich Kapitän Hofmann nicht entgehen und erzielte sein bereits 15. Saisontor, nach dem Rapid die drei Punkte sicher ins Trockene brachte und nun schon seit sieben Liga-Spielen ohne Niederlage ist. In Minute 84 zeichnete sich Ried-Tormann Gebauer noch mit einer Glanzparade nach einem Hofmann-Freistoß aus.