Schläger-Affäre um Peter Pacult

Nachbar im Spital

Schläger-Affäre um Peter Pacult

Ex-Rapid-Trainer Peter Pacult droht ein Verfahren wegen Körperverletzung.

Eine idyllische Schrebergartensiedlung in der Nähe von Korneuburg. In der Mitte der Badesee Kreuzenstein. Die Bewohner kennen einander, gemeinsam wird gegrillt, gefeiert. Und wegen der Hitze kann es auch vorkommen, dass über den Durst getrunken wird. Dann fliegen auch schon mal die Fäuste. So auch am Dienstag, dem 10. Juli.

Mitten drinnen: Der Ex-Fußballer Peter Pacult, der in Leobendorf ein schmuckes Häuschen besitzt. Ein Augenzeuge: „Nach einer Grillerei haben sich Pacult und sein Nachbar hin- und hergestoßen. Mitten auf der Straße. Es war einiges an Alkohol im Spiel. Auf beiden Seiten.“ Wegen Lärmbelästigung kam es zu einem Polizeieinsatz.

Pacults Kontrahent musste sich nach der Rauferei im Krankenhaus behandeln lassen. Man spricht von blauen Flecken und verstauchten Fingern. Der Geschlagene selbst machte keine Anzeige, aber das Krankenhaus meldete den Vorfall der Polizei – wegen Körperverletzung. Jetzt droht Pacult ein gerichtliches Nachspiel.

ÖSTERREICH erwischte den früheren Stürmer in Leipzig, wo er nach seinem Rauswurf bei Red Bull die Wohnung auflöst. Herr Pacult, was war am 10. Juli los? „Man wird immer gleich vorverurteilt. Darum sage ich gar nichts.“ Staranwalt Werner Tomanek wird den Ex-Rapidler vertreten. Der tritt übrigens am Sonntag beim Bundesliga-Spiel Salzburg gegen Rapid erstmals als ORF-Experte auf. Ob er auch da so schlagkräftig sein wird?

Tomanek: "Es war vielleicht Alkohol im Spiel"

ÖSTERREICH: Muss Peter Pacult mit einem gerichtlichen Verfahren rechnen?
Werner Tomanek: Fakt ist: Es gab am 10. Juli einen Vorfall. Es gab am Badesee einen Polizeieinsatz. Und es liegt bei der Polizei gegen Pacult eine Anzeige wegen Körperverletzung vor.

ÖSTERREICH: Was heißt das?
Tomanek: Peter wird Ende August von der Polizei über diesen Vorfall befragt. Es ist nicht einmal sicher, dass es dann zu einem Verfahren kommt.

ÖSTERREICH: Wie können Sie sich überhaupt diesen seltsamen Vorfall erklären?
Tomanek: Man kann nicht gänzlich ausschließen, dass Alkohol im Spiel war.

W. Ruiner, M. Lassnig