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ADEG 1. Liga

Stronachs FC Magna startet mit 0:3-Heimniederlage

Das hat sich Frank Stronach sicher anders vorgestellt. Sein FC Magna verlor gegen Bundesliga-Absteiger Wacker Innsbruck mit 0:3.

Pleite für Stronachs neues Spielzeug. Der FC Magna Wiener Neustadt verlor gegen Bundesliga-Absteiger Wacker Innsbruck mit 0:3. Bereits am Freitag haben die Aufsteiger eine blendende Figur gemacht. Der SV Grödig gewann zu Hause gegen Austria Lustenau ebenso mit 2:0 wie der SKN St. Pölten gegen die Juniors aus Salzburg. Beide Teams liegen daher in der Tabelle gleichauf voran. Mit Vöcklabruck holte auch der dritte Regionalliga-Aufsteiger mit dem 0:0 zu Hause gegen Leoben einen Punkt. In der vierten Partie feierten die Austria-Amateure einen 1:0-Auswärtssieg bei der als Titelfavorit gehandelten Admira. Am Samstag schließt die Partie Magna Wr. Neustadt gegen Absteiger Innsbruck die erste Runde ab.

FC Magna Wiener Neustadt - Wacker Innsbruck 0:3 (0:1)
Der FC Magna Wr. Neustadt hat am Samstag einen klassischen Fehlstart in die ADEG-Erste-Liga hingelegt, der klare Titelfavorit unterlag zum Auftakt daheim Oberhaus-Absteiger Wacker Innsbruck klar und verdient 0:3 (0:1). Die mit den Millionen von Magna-Boss und Club-Präsident Frank Stronach bunt zusammengekaufte Truppe präsentierte sich vor vollem Haus (4.100 Zuschauer) konzeptlos und kassierte Gegentreffer durch Perstaller (30.), Koejoe (65.) und Seelaus (93.). Innsbruck thront damit nach Runde eins auf Tabellenrang eins.

Stronach nimmts locker
Stronach nahm den schwachen Auftakt unter Ex-Innsbruck-Coach Helmut Kraft locker: "Das ist eine zusammengewürfelte Mannschaft. Das braucht ein bisschen Zeit." Die Niederlage ändert an seinen großen Plänen natürlich nichts. "Wir wollen mit diesem Club das machen, was wir machen sollen. Auf die Jugendarbeit bauen und die Jungen einbauen", meinte der 75-Jährige, der in den kommenden Jahren auch eine Nachwuchsakademie in Wr. Neustadt errichten möchte.

Nach dem offiziellen Ankick durch "Big Spender" Stronach blieb das Wr. Neustädter Spiel weit hinter den hohen Erwartungen zurück. Kolousek, Sariyar, Kuljic und Co. brachten kaum zusammenhängende Aktionen zusammen, das Spiel war hektisch und zerfahren. Die von rund 300 stimmgewaltigen Fans begleiteten Tiroler waren deutlich aktiver und gingen verdient in Führung. Nach Vorarbeit von Schrott und Unterrainer schoss Perstaller aus zehn Metern überlegt durch die Beine von Goalie Fornezzi zur Tiroler Führung ein (30.).

Für den Youngster war es gleich im ersten Bundesliga-Match seiner Karriere der erste Treffer. Für die Magna-Werkself lief es aber auch nach diesem deutlichen Weckruf nicht rund. Die von Walter Kogler trainierten Gäste kombinierten weiter sicherer, wirkten eingespielter und verzeichneten durch einen 30-Meter-Knaller von Schrammel einen Lattenschuss (39.).

koejoe trifft nach Einwechslung
Auf die erste Chance der Wr. Neustädter musste man fast eine Stunde warten, Kuljic prüfte per Kopf Wacker-Keeper Grünwald (58.), kurz darauf verpasste ein Klapf-Schuss das Ziel nur knapp (59.). Wenig später machte Wacker jedoch alles klar, nach herrlichem Konter und Gsellmann-Flanke war der zwei Minuten zuvor eingewechselte Koejoe aus fünf Meterm per Kopf zur Stelle (65.). In der 75. Minute traf Koejoe nur die rechte Stange.

Rote Karte für Sariyar
Für den unrühmlichen Höhepunkt aus Magna-Sicht sorgte der schwache Sariyar, der nach einem Ellbogencheck gegen Sara die Rote Karte sah (81.). Wackers Sara sah Gelb und flog mit Gelb-Rot ebenfalls vom Platz (81.). Zum Drüberstreuen stellte in der Nachspielzeit Seelaus per Freistoß aus 16 Metern den Endstand her (93.) und sorgte dafür, dass Wacker alleiniger Leader ist.

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SV Grödig - SC Austria Lustenau 2:0 (1:0)
Aufsteiger Grödig hat mit einem 2:0-Heimsieg über Austria Lustenau ein gelungenes Debüt in der ADEG-Ersten-Fußball-Liga gefeiert. Die Salzburger, die 45 Minuten in Unterzahl agieren mussten, überzeugten gegen den Dritten der vergangenen Saison vor allem durch Lauf- und Kampfbereitschaft. Viana mit einem Traumtor aus 30 Metern und Kapitän Berchtold aus einem Freistoß sorgten für die Elf von Heimo Pfeifenberger für den verdienten Auftaktsieg und die vorläufige geteilte Tabellenführung.

Die Gäste übernahmen in einem sehr kampfbetonten Spiel zwar am Beginn das Kommando. Einen Heber von Bjalava konnte Grödig-Goalie Manzoni über die Latte drehen, ein Freistoß von Günes traf die Stange. In der 22. Minute fand der Ball dann auch den Weg ins Tor der Grödiger. Doch Leitgebs Torjubel wurde schnell und zurecht durch einen Abseitspfiff unterbrochen. Nur eine Minute später war es dann aber so endlich so weit, hatte allerdings der Aufsteiger für den ersten Saisontreffer in der Liga gesorgt.

Regionalliga-Schützenkönig Viana stellte mit einem Traumtor aus 30 Metern auch eine Spielklasse höher seine Gefährlichkeit unter Beweis. Lustenau-Tormann Morscher war bei dem wuchtigen, platzierten Schuss unter die Latte chancenlos. Der Spielverlauf war damit völlig auf den Kopf gestellt. Kurz zuvor hatte Grödigs Rasinger Glück, bei einem torraubverdächtigen Foul nur Gelb gesehen zu haben. Bis zur Pause gestaltete sich das Spiel dann ausgeglichen und ohne zwingende Torchancen.

Ein heftiges Gewitter begrüßte die Teams zu Hälfte zwei, die für Rasinger nach nur einer Minute zu Ende war. Der Ex-Gratkorner schwächte die Elf von Heimo Pfeifenberger, sah nach zu heftiger Kritik Gelb-Rot. Von Lustenaus Überzahl war in der Folge aber nichts zu merken. Grödig wirkte entschlossener und aggressiver, wurde dafür in der 67. Minute belohnt. Kapitän Berchtold sorgte mit einem platzierten Freistoß über die Mauer für das 2:0 und damit für die Vorentscheidung.

SV Scholz Grödig - SC Austria Lustenau 2:0 (1:0). Untersbergarena, 600, SR Klement.

Torfolge: 1:0 (23.) Viana, 2:0 (67.) Berchtold

Grödig: Manzoni - Hirsch, Pfeilstöcker, Knabel, Seidl - Schubert (76. Wallner), Kerhe, Berchtold (78. Eder), Rasinger - Thiago (74. Keil), Viana

Austria Lustenau: Morscher - Kirchmann (75. Selmani), P. Pöllhuber, Ernemann, Djuricic - Bjalava (71. Salomon), Leitgeb (55. Sulimani), De Oliveira, Dürr - Dorner, Günes

Gelbe Karten: De Silva Lima, Rasinger bzw. Djuricic, Bjalava, Leitgeb, Kirchmann, Sulimani
Gelb-Rot: Rasinger (46./Kritik)

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SKN St. Pölten - Juniors Salzburg 2:0 (0:0)
Aufsteiger SKNV St. Pölten hat gleich zum Auftakt der ADEG Erste Liga einen 2:0-Sieg gegen die Red Bull Salzburg Juniors eingefahren. Der mit nur einer Niederlage souveräne Regionalliga-Ost-Meister der Vorsaison setzte sich in seiner ersten Zweitliga-Saison seit neun Jahren damit gleichauf mit dem SV Grödig gleich an die Tabellenspitze der Liga. Wojtanowicz und Sadovic sorgten für die beiden Tore in der zweiten Hälfte.

Die Gastgeber starteten voller Elan in ihre erste Bundesliga-Saison seit neun Jahren, waren im Abschluss aber vorerst glücklos. Wojtanowicz traf nach einem Fehler der Salzburger Abwehr nur das Lattenkreuz (14.), nach Sadovic-Vorlage knallte Thürauer einen Volley aus sieben Metern über Schobers Kasten (30.). Folgerichtig wechselten die beiden Mannschaften mit 0:0 die Seiten.

In der zweiten Spielhälfte trugen die Bemühungen der Hausherren Früchte: Unterhuber flankte von links in den Strafraum, dort setzte sich Wojtanowicz beim Kopfball-Duell gegen Riegler durch und stellte auf 1:0 (53.). Nun kamen die Gäste auf. Der eingetauschte Holzmann schoss nach einem Enzenberger-Zuspiel neben Seiwalds Kasten (61.).

St. Pölten überstand aber diese Phase und schlug selber zu. Nach einer schönen Kurzpass-Kombination über Unterhuber und Derin landete der Ball bei Sadovic, der im Fünfmeterraum zum 2:0 einschoss (78.) und damit dem Aufsteiger gleich zum Auftakt drei Punkte sicherte.

SKNV St. Pölten - Red Bulls Salzburg Juniors 2:0 (0:0). St. Pölten, Voith-Platz, 3.200, SR Dintar.
Tor: 1:0 (53.) Wojtanowicz, 2:0 (78.) Sadovic

St. Pölten: Seiwald - Gradinger, Nentwich, Speiser, Derin - Prenner, Fallmann, Thürauer (77. Jusits), Unterhuber - Wojtanowicz (73. Gruberbauer), Sadovic (82. Frank)

Red Bull Juniors: Schober - Minoretti (60. Holzmann), Riegler, Jovanovic, Prenn - Friedl, Illsanker - Kitzbichler, Pichler (69. Matos), Enzenberger - Aschauer (55. Pittner)

Gelbe Karten: Nentwich, Prenner bzw. Prenn, Pichler

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FC Trenkwalder Admira - Austria Amateure 0:1
Für den als Mitfavoriten auf den Titel gehandelten FC Trenkwalder Admira hat die ADEG-Erste-Fußball-Liga am Freitag mit einer 0:1-Heimschlappe gegen die Amateure der Wiener Austria begonnen. Die Niederösterreicher blieben in einem lupenreinen Sommerkick vieles schuldig und gingen durch ein Korsos-Tor in der 83. Minute verdientermaßen k.o.

Nach anfänglicher Überlegenheit der Gastgeber pendelte sich das Spiel auf schwachem Niveau ein. Lediglich ein Stanglpass von Mössner, bei dem Schriebl zu spät kam (21.), zwei Halbchancen für Bichelhuber (beide 22.) und ein Schuss vom Admiraner Andreas Schicker, bei dem Ramsebner klärte, rüttelten die 1.200 Besucher in der Südstadt aus der vor dem Seitenwechsel sommerlich-schwülen Lethargie.

Auch nach der Pause änderte sich am Bild nur wenig. Die größte Chance verjuxte in der 57. Minute für die Jungveilchen Neuzugang und Ex-Kärntner Mössner, der allein vor Mandl dem Admira-Goalie lediglich eine bessere Aufwärmübung bescherte. Die Gastgeber ließen spielerische Akzente vermissen, kamen zu keiner einzig nennenswerten Möglichkeit und ließen sich das Heft mit Fortdauer aus der Hand nehmen. Violett nützte die Gunst der Stunde und kam durch Neuzugang György Korsos prompt noch zum späten Siegestreffer: In der 83. Minute war es der Ex-Sturm- und Ex-Rapid-Spieler, der nach einer Kurzabwehr Mandls zum Endstand von 1:0 abstaubte.

FC Trenkwalder Admira - FK Austria Wien Amateure 0:1 (0:0). Südstadt, 1.200, SR Tschandl.
Tor: 0:1 (83.) Korsos

Admira: Mandl - Seebacher, Dospel, Dibon, A. Schicker - R. Schicker, Horvath (75. Schachner), Baranek, Cemernjak - Egharevba, Scharrer (57. Zakany)

Austria: Böcskör - Rathfuss, Ramsebner, Kummerer, Suttner - Bichelhuber, Haselberger (78. Sand), Korsos, Dimic (85. Leovac) - Mössner, Schriebl (91. Weiss)

Gelbe Karten: Dospel bzw. Ramsebner, Schriebl

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1. FC RFE Vöcklabruck - DSV Leoben 0:0
Aufsteiger Vöcklabruck hat zum Erste-Liga-Auftakt in einem alles andere denn berauschenden Sommerkick ein torloses Remis gegen DSV Leoben erreicht. Die Oberösterreicher hätten gegen die erschreckend schwachen Leobener, die wohl wieder gegen Abstieg kämpfen müssen, aber sogar einen Sieg herausholen können. Die Gäste durften sich am Ende bei Muhr für den glücklichen Punktgewinn bedanken. Der Innenverteidiger hatte in der 58. Minute einen Gruber-Schuss nach einem Steiner-Stanglpass auf der Linie gerettet.

Im Finish mussten die Hausherren mit nur zehn Mann und ohne Trainer auskommen: Michael Gruber wurde in der 83. Minute mit Gelb-Rot wegen wiederholter Kritik vorzeitig in die Kabine geschickt und Trainer Andrzej Lesiak ebenfalls wegen unfreundlicher Worte gegen Referee Grobelnik auf die Tribüne verbannt.

1 FC RFE Vöcklabruck - DSV Leoben 0:0. Voralpenstadion Vöcklabruck, 900 Zuschauer, SR Gerhard Grobelnik.

Vöcklabruck: Feuerfeil - Winsauer, Schösswendter, T. Winkler, Laganda - Gruber, Feichtinger (73. Hackinger), Obermair, Rottensteiner (88. Falk) - H. Toth, Djokic (57. Steiner)

Leoben: Schenk - Stadler, Friess, Muhr, Tosun (90. Alar) - Rauter, Sekic, Spirk, G. Säumel, Fröschl (76. Suppan) - Pavlov

Gelb-Rote Karte: Gruber (83./wiederholte Kritik)
Gelbe Karten: Winsauer bzw. Spirk

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FC Lustenau - FC Pax Gratkorn 1:1
Der FC Lustenau ist zum Saisonstart vor eigenem Publikum gegen Angstgegner Gratkorn nicht über ein 1:1 (1:0) hinausgekommen. Die Führung für die Vorarlberger, die in der vergangenen Saison lediglich einen Punkt aus drei Duellen (1:1/a, 0:1/h, 0:1/h) mit dem späteren Vizemeister geholt hatten, erzielte Dollinger in der 30. Minute. Nach einem König-Corner sowie Kopfball-Verlängerung von Rödl war der 22-Jährige per Kopf zur Stelle. Doch Hassler besorgte in der 80. Minute noch den verdienten Ausgleich für die Steirer. Nach einem schwerer Fehler von Torhüter Pervan, der sich bei einer Strafner-Flanke verschätzt hatte, erzielte der Stürmer den Endstand.

Die Gäste aus der Steiermark, die lange Zeit zu verhalten agierten, sind damit weiter seit dem 9. November 2007, als es in Schwadorf ein 0:3 gesetzt hatte, bzw. acht Matches en suite in der Fremde ungeschlagen. Lustenau hatte in der abgelaufenen Saison nur drei Heimspiele verloren, zwei davon gegen Gratkorn.

FC Lustenau - FC Gratkorn 1:1 (1:0). Reichshofstadion, 1.300 Zuschauer, SR Thomas Prammer.

Torfolge: 1:0 (30.) Dollinger 1:1 (80.) Hassler

Lustenau: Pervan - Cengiz, Rödl, Eisele, Bauer (61. Csandl) - König, Gil, Dollinger, Hagspiel (84. Batir) - Sabia, Regis

Gratkorn: Schwarz - Ehrenreich, Ehmann, Sauseng, Edler - Zündel (46. Gsellmann), Strafner, Cichon, Windisch (65. Parapatits) - Hassler, Panagiotopoulos (80. Eibinger)

Gelbe Karten: Hagspiel, Rödl, Gil bzw Ehrenreich, Sauseng