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Nachtragsspiel

Sturm schlägt Mattersburg 3:0

Im Nachtragsspiel der 3. Runde der Fußball-Bundesliga schlägt Sturm Graz am Mittwoch in Graz den SV Mattersburg klar 3:0.

Sturm Graz ist mit einem klaren 3:0-(1:0)-Erfolg über SV Mattersburg vom sechsten auf den zweiten Tabellenplatz gestürmt. Der 19-jährige Daniel Beichler leitete mit einem Doppelpack die zweite hohe Auswärtsniederlage der Mattersburger nach dem 0:6 in Salzburg ein. Die Steirer, die ein Spiel weniger als Leader Salzburg ausgetragen haben, sind damit das einzige Team, das weiterhin ohne Punkteverlust ist.

Sturm ohne Punkteverlust
Damit feierte Sturm inklusive vergangener Saison bereits den fünften Sieg in Folge und Mattersburg blieb auch im sechsten Spiel hintereinander gegen die Steirer ohne Punktegewinn. Sturm-Coach Franco Foda musste seine Startelf gegenüber dem torlosen UI-Cup-Spiel bei Honved Budapest an drei Positionen verändert aufs Feld schicken. Mario Sonnleitner ersetzte Fabian Lamotte in der Vierer-Abwehrkette.

Marko Stankovic und Samir Muratoivc fehlten in der Offensive, was sich in den ersten Minuten deutlich bemerkbar machte. Die Grazer liefen Ball und Gegner hinterher. Einzig Daniel Beichler probierte es mit einem Distanzschuss (11.). Doch der schien die Hausherren aufzuwecken. Nur kurz darauf prüfte Andreas Hölzl erstmals Gäste-Goalie Thomas Borenitsch.

Spätestens jetzt schien die Sturm-Offensive in Schwung zu kommen. In der 18. Minute nützte Mario Haas eine Unachtsamkeit in der Mattersburger Hintermannschaft und setzte Daniel Beichler gut ein. Der 19-jährige ließ Goce Sedloski im Strafraum mit einem Beinschuss aussteigen und traf überlegt ins lange Eck.

Das zweite Tor in Beichlers erst zehntem Bundesliga-Spiel brachte viel Schwung in das Match, das die "Blackies" fortan dominierten. Bei Chancen von Ilia Kandelaki (20.) und Beichler (22.) konnte Alexander Pölluber klären. Die Mattersburger Elf ließ sich von Sturms junger Offensive um Beichler und Jakob Jantscher großteils weit in die eigene Hälfte zurückdrängen. Ein Schuss von Kapitän Michael Mörz (33.) blieb Mattersburgs einzige nennenswerte Aktion.

Umso sehenswerter die nächste, als Mörz mit einem gefühlvollen Heber in den Strafraum Carsten Jancker ideal bediente. Sturm-Tormann Josef Schicklgruber konnte sich beim Volleyschuss des Deutschen (40.) allerdings auszeichnen. Und noch einmal war der 41-jährige Ersatz für Christian Gratzei bei einem Naumoski-Schuss, der letzten Torszene in Häftze eins, zur Stelle.

Mattersburg nur mit 10 Mann
Kurz nach Wiederanpfiff waren es fünf Minuten, in denen die Elf von Mattersburg-Trainer Franz Lederer einen bitteren "Tripleschlag" hinnehmen musste. In der 49. Minute zeigte Schiedsrichter Prammer dem Mattersburg-Schweden Matthias Lindström wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot. Praktisch in der darauffolgenden Situation stellte Beichler nach einer Direkt-Kombination über Peter Hlinka und Hölzl auf 2:0 (51.)

Und nur drei Minuten später war es der zweite Teenager, der für die Vorentscheidung sorgte. Jantscher, dessen Schuss vom Elfer von Cem Atan abgefälscht wurde, erhöhte auf 3:0. Danach lief das Match fast ausschließlich in die Richtung des Tores der Burgenländer. In der 69. Minute setzte Mörz noch einmal ein Mattersburger Lebenszeichen. Seinen Schuss lenkte Sonnleitner aber gerade noch ab. Danach beschränkte sich Sturm darauf, das Match zu kontrollieren.