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War das jetzt die Wende?

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Roland Linz' Doppelpack hat beim 2:2 gegen Costa Rica viele Schwächen übertüncht. Trotzdem muss man festhalten: selbst vor einer Geisterkulisse von nur 200 Zuschauern hat das Spiel gegen Costa Rica mehr unterhalten, als alle anderen Teamspiele 2006.

Die Defensive nach wie vor löchrig, dafür war erstmals heuer so etwas wie Feuer im Team zu spüren. Rene Aufhauser wandelte vor allem in der ersten Hälfte knapp an einer roten Karte, weil er sich immer wieder mit Gegenspielern anlegte, Akagündücz war sich für ein persönliches Duell mit einem Costa Ricaner auch nicht zu schade und Goalie Macho schimpfte des öfteren wie ein Rohrspatz mit seiner Verteidigung - kurz: es bewegt sich wieder etwas im Team.

Junge geben Hoffnung
Das hat auch Teamchef Hickersberger so gesehen: "Die Mannschaft hat einen zweimaligen Rückstand weggesteckt und gute Fortschritte in die richtige Richtung gezeigt." Besonders hervor zu heben wären dabei sicher Thomas Prager (20) und Christoph Leitgeb (21), die im Mittelfeld aufzeigten und für Gefahr sorgten. Roland Linz war in der ersten Hälfte bis auf den Elfer zwar weitgehend unsichtbar, tat aber, was ein Stürmer tun muss: er schoss zwei Tore und rettete Hickersberger damit den ersten Punkt.

Schwachpunkt Defensive
Coach Hickersberger vergisst bei aller Freude über die erste Nicht-Niederlage aber auch die Minuspunkte nicht. Und die heißen wie zuletzt immer Verteidigung und Defensive allgemein: " Der Abstand zwischen Abwehr und Mittelfeld ist zu groß", bekrittelt Hickersberger fehlendes taktisches Vermögen.

Zwei Ausfälle gegen Venezuela
Schon jetzt ist allerdings fix, dass am Mittwoch gegen Venezuela eine andere Mannschaft auflaufen wird, als gegen Costa Rica. Grund: Aufhauser reiste zu seiner schwangeren Frau ab, Wallner fällt verletzt aus.

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