DTM-Titel-Showdown am Hockenheimring

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DTM-Titel-Showdown am Hockenheimring

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Hockenheim freut sich auf einen spannenden Showdown in der DTM. Fünf Fahrer gehen mit Titelchancen in das Finale am Samstag und Sonntag (beide 13.30 Uhr/live ServusTV, ProSieben), darunter auch zwei Österreicher.

Der Kufsteiner Lucas Auer liegt mit 119 Punkten auf Rang zwei hinter dem Südafrikaner Sheldon Van der Linde (130). Und auch der Linzer Spielberg-Sieger Thomas Preining liegt mit 116 Punkten hinter dem Deutschen Rene Rast (118) auf Platz vier in Schlagdistanz.

"Entscheidend wird sein, dass wir schnell eine gute Abstimmung finden, und uns auch eine perfekte Strategie erarbeiten. Die Details werden wieder die entscheidenden Faktoren sein", glaubt Mercedes-Pilot Auer, der gute Erinnerungen an den Hockenheimring hat. Im vergangenen Jahr holte sich der 28-jährige Neffe von DTM-Chef Gerhard Berger dort einen Laufsieg. "Deshalb ist bei mir ja auch die Vorfreude groß. Wenngleich ein Blick auf die aktuelle Gesamtwertung unterstreicht, dass alles so knapp beisammen ist, und deshalb auch alles passieren kann. Für die Fans eine Konstellation, die ein volles Haus garantieren sollte", erklärte Auer.

Preining nach Fehlstart voll dabei

Der sogar zweifache Saison-Sieger Preining, für den die Saison nach den ersten vier Rennen ohne Punkte erst ab der dritten Station so richtig begonnen hat, freut sich über das spannende Finish. "Es ist schon toll, dass wir im Finale immer noch im Titelrennen sind - obwohl der Start in die Saison so schwierig war, wir nach zwei Wochenenden keine Punkte hatten", freut sich der Porsche-Fahrer. "Das ist toll - zumal mir die DTM sehr viel bedeutet, ich sie als Kind schon immer verfolgt habe. In Hockenheim habe ich 25 Extra-Kilo nach meinem Sieg in Spielberg an Board, was nicht hilfreich ist. Aber normalerweise sollte das Auto gut funktionieren - und ich auch." Bei Porsche hatte man diese Chance vor der Premierensaison in dieser Meisterschaft jedenfalls nicht erwartet.

Österreich-Bezug hat auch der zu Beginn seiner Kariere mit Österreich-Lizenz gefahrene Mirko Bortolotti als aktuell Fünfter (114 Zähler). Der gebürtige Italiener hat viel Zeit in Österreich verbracht, ist hier aufgewachsen und hat hier auch die Schule absolviert - seine Eltern betreiben einen stadtbekannten Eissalon in Wien.

"Die aktuelle Ausgangslage vor dem DTM-Finale ist unglaublich. Wir haben fünf heiße Titelfavoriten von fünf unterschiedlichen Herstellern und insgesamt sogar zehn Fahrer, die rein rechnerisch noch DTM-Champion werden können - das hat es in der DTM noch nie gegeben", freut sich DTM-Boss und Ex-Formel-1-Pilot Gerhard Berger. Favorit ist aber van der Linde. "Mein Team und ich sind bestens vorbereitet", meinte der Südafrikaner selbstbewusst. Für Rene Rast wäre es schon sein vierter Titel, alle anderen würden sich über eine Premiere freuen.

Wie bringt es Bergers Neffe Auer auf den Punkt? "Taktieren ist in dieser Ausgangssituation unmöglich. Nur wer voll auf Sieg fährt, kann Meister werden."
 

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