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Formel-1 verzichtet künftig auf fixes Kniefall-Zeremoniell

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Die Formel 1 will ab dieser Saison auf das Kniefall-Ritual vor den Grand Prix verzichten.

"Ich denke, die Geste war wichtig, denn wir müssen immer alle respektieren", sagte Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali dem englischen TV-Sender Sky Sports News über die Anti-Rassismus-Botschaft. "Aber jetzt ist es an der Zeit, weiterzumachen und andere Maßnahmen zu ergreifen."

Seit dem Beginn der Saison 2020 war im Ablaufprotokoll vor den Rennen vorgesehen, dass Fahrer auf die Knie gehen oder ein anderes Zeichen gegen Ausgrenzung setzen können. Dieses feste Zeremoniell soll es künftig nicht mehr geben. Den Fahrern stehen jedoch beliebige Gesten weiter frei.

Es gehe nun darum, von der Geste zur Handlung zu kommen, erklärte Domenicali. "Jetzt liegt der Fokus auf der Aktion für die Vielfalt unserer Gemeinschaft." Rekordweltmeister Lewis Hamilton war es immer wichtig, mit der symbolischen Geste des Kniefalls gegen Rassismus und Unterdrückung einzustehen. "Es ist ein Kampf, der noch nicht gewonnen ist", sagte der Mercedes-Pilot wiederholt.

Domenicali reagierte erfreut über Hamiltons Rückkehr in die mediale Öffentlichkeit. "Ich denke, das ist wichtig, denn Lewis ist eine unglaubliche Bereicherung - nicht nur für unseren Sport, sondern für die ganze Welt", befand der Italiener.

Hamilton hatte sich nach langer Abstinenz nach dem gegen Red-Bull-Mann Max Verstappen verlorenen WM-Finale Mitte Dezember zuletzt mit einem Instagram-Post wieder gemeldet. "Es gab großen Respekt vor seiner Entscheidung, in den Schweigemodus zu schalten", sagte Domenicali. "Ich denke, er wird für den Saisonstart vollkommen erholt sein." Die neue Saison beginnt mit dem Grand Prix von Bahrain am 20. März.

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