Das österreichische Aushängeschild der Formel 1 wackelt gewaltig. Sky-Experte Ralf Schumacher schlägt nach dem Absturz von Red Bull Racing Alarm und sieht einen Hauptgrund im Fehlen der steirischen Motorsport-Legende Dr. Helmut Marko.
Sky-Experte Ralf Schumacher zeichnet im Podcast „Backstage Boxengasse“ ein verheerendes Bild der aktuellen Lage beim Rennstall aus Fuschl.
Die Technik-Krise: „Offensichtlich eine Katastrophe“
Im Zentrum der Kritik steht die Entwicklung unter Technikchef Pierre Waché. Laut Schumacher sei das Auto mittlerweile unberechenbar geworden, was selbst den Weltmeister an seine Grenzen bringt: „Offensichtlich ist das Auto ja eine Katastrophe. Ich meine, wie oft haben wir jetzt Max Verstappen neben der Rennstrecke gesehen? Das ist ja vorher nie passiert.“
Unterstützt wird diese Analyse durch Teamkollege Isack Hadjar, der den RB22 als „schwer zu fahren und dazu noch langsam“ bezeichnet. Für Schumacher ist klar, dass Waché das Erbe von Adrian Newey nicht allein stemmen kann: „Aus meiner Sicht sind für ihn die Schuhe zu groß.“
Führungsvakuum: Dr. Helmut Marko fehlt als Leitfigur
Neben den technischen Mängeln identifiziert Schumacher ein massives Problem in der Teamführung. Das Fehlen einer starken Hand im Hintergrund führe zu Orientierungslosigkeit und einer mangelhaften Außendarstellung: „Dr. Helmut Marko als Figur fehlt da auch, um eine Guideline zu geben, bin ich der Meinung.“
Ohne die ordnende Hand des Grazers fehle dem Team die nötige Struktur und eine klare Kommunikation nach außen.
Das Fazit: „Da brennt der Baum“
Während das Schwesterteam Racing Bulls mit Top-Ergebnissen durch Rookie Arvid Lindblad glänzt, versinkt das A-Team im Chaos. Schumachers abschließendes Urteil über die interne Situation bei Red Bull fällt dementsprechend drastisch aus: „Also ich bin der Meinung, da brennt im Hintergrund der Baum.“