Hungaroring bleibt Publikumsmagnet

Formel 1

Hungaroring bleibt Publikumsmagnet

Auch heuer werden wieder an die 200.000 Fans erwartet. Berger testet eigenen Toro Rosso am Plattensee.

Keine 250 Kilometer von der Wiener Stadtgrenze entfernt verabschiedet sich die Formel 1 am Sonntag in die kurze Sommerpause. Der Grand Prix von Ungarn ist die Gelegenheit für österreichisches Fans, die Königsklasse hautnah zu erleben. Für Besitzer einer Tribünenkarte öffnet am Donnerstagnachmittag sogar das umgebaute und vergrößerte Fahrerlager seine Pforten.

Teurer Spaß
Billig ist das Abenteuer Formel 1 aber keinesfalls. Für ein Wochenende im Stehplatz-Bereich sind zumindest 110 Euro zu berappen, Wochenend-Pässe auf den Tribünen waren am Mittwoch noch von 250 bis 400 Euro erhältlich. Dennoch erwarten die Organisatoren am Wochenende erneut mehr als 200.000 Zuschauer. Vor den Tageskassen in Budapest hatten sich diese Woche lange Schlangen gebildet.

Viele Österreicher
"Es ist ein richtiger Zuschaueransturm. Es werden wieder über 200.000 Menschen kommen", sagte Grand-Prix-Vermarkter Thomas Frank. "10.000 bis 15.000 davon werden wohl aus Österreich sein." Die Gründe für das anhaltende Interesse sind vielfältig. "Der Wettbewerb in der Formel 1 ist derzeit so gut wie selten zuvor. Vier Fahrer können Weltmeister werden", meinte Frank.

Dazu ist das Rennen in Mogyorod 25 km nordöstlich des Stadtzentrums von Budapest nicht nur für die Österreicher ein halber Heim-GP, sondern auch für die Polen. Und die haben mit Robert Kubica mittlerweile einen echten Siegfahrer, dem es zuzujubeln gilt. Der Vorverkauf läuft laut Frank besser als in den vergangenen Jahren, zahlreiche Kategorien sind bereits ausverkauft.

Bullen-Spektakel
Für Spektakel im Vorfeld des Grand Prix sorgt in Ungarn traditionsgemäß Red Bull. Vier Boliden werden am Donnerstag am Ufer des Plattensees ihre Runden drehen. In einem davon sitzt der zehnfache GP-Sieger Gerhard Berger. Der Tiroler pilotiert erstmals ein Auto seines eigenen Rennstalles Toro Rosso. "Ich wollte immer schon wissen, wie sich so etwas fährt", erklärte Berger.