Marko erzählt lustige Lauda-Anekdote

Frühstückstradition

Marko erzählt lustige Lauda-Anekdote

ÖSTERREICH frühstückte mit Laudas Weggefährten Dr. Helmut Marko.

Die gigantische Red Bull Energy Station im Fahrerlager, gestern, 8.30 Uhr. Marko verabschiedet sich von Jos Verstappen, dem Vater von Youngster Max, und nimmt uns beim Eingang in Empfang. Je weiter wir raufgehen, desto exklusiver wird's. Ganz oben, in der 3. Etage inklusive Dachterrasse mit atemberaubendem Blick über Red Bull Ring und Murtal hat Teamchef Chris Horner eine Besprechung. Am Tisch daneben bekommen wir unseren Frühstücks-Kaffee. Afro-Espresso, die hauseigene Kaffeemarke.

Traditionell frühstückte Marko immer mit Niki Lauda - zu spät kommen war allerdings nicht erlaubt.

ÖSTERREICH: Herr Doktor, hier haben Sie also um diese Zeit immer mit Niki Lauda gefrühstückt ...

Marko: Da hätten s' noch ein bissl früher kommen müssen. Wenn ich um 7.30 uhr nicht hier war, hab ich schon ein SMS bekommen. letztes jahr sind wir hier noch in der alten Energy Station gesessen. Die neue ist optisch viel besser gestaltet.

ÖSTERREICH: Es ist der erste Heim-GP ohne Ihren langjährigen Wegbegleiter ...

Marko: Egal, worüber wir hier reden, Niki und seine Formulierungen sind ständig präsent. Immer wieder hört man seine Sprüche wie "seid's alle deppert".

ÖSTERREICH: Wie geht's Ihnen, wenn Sie im Tunnel zum Fahrerlager unter den Bildern, die Sie gemeinsam mit Niki zeigen, vorbeigehen?

Marko: Wenn du dich von einer Frau trennst, kommt eine andere. aber ich sehe keinen im gesamten Fahrerlager, der Niki nur ansatzweise ersetzen kann. Als ich Niki im letzten Jahr im AKH besucht hab, hat es so ausgesehen, als würde er sich derrappeln. aber es ist leider anders gekommen.

ÖSTERREICH: Wie halten Sie den Stress beim Heim-GP aus?

Marko: Die Tage sind länger, aber eigentlich genieße ich das alles hier. Da, schauen sie mal raus. Diese Gelassenheit und Ruhe kenne ich von keinem anderen Rennen. Die Anlage ist eingebettet in diese wunderschöne Murtalgegend. ein Kraftort.

ÖSTERREICH: Nächstes Jahr läuft der F1-Vertrag mit dem Red Bull Ring aus. Werden wir unseren GP behalten?

Marko: Natürlich ist das ganze auch wirtschaftlich zu betrachten. Es gibt Gespräche, und der Wille ist von beiden Seiten da. Aber das hängt natürlich auch mit der Zukunft unserer beiden F1-Teams zusammen.

ÖSTERREICH: Genießen Sie das Legenden-Rennen?

Marko: Ich hab mich grad mit Jos Verstappen unterhalten. Kaum schalten wir auf den 2. Gang, ist der alte Kampfgeist zurück. Jos hat nicht nur einen PS-Vorteil, er hat heimlich in Zandvoort trainiert.