Red Bull: 'Sorry-Flug' nach Autoscooter

Peinlich-Crash in Baku

Red Bull: 'Sorry-Flug' nach Autoscooter

Die beiden Red Bull Bolliden krachten beim Grand Prix in Baku gegeneinander.

Wieder einmal war es Max Verstappen, der in einen Crash involviert war. Wieder waren die Konsequenzen verherrend. Ausgerechnet mit Teamkollegen Daniel Ricciardo war der Holländer kollidiert. Nach dem Crash der Red-Bull-Kampfhähne in Baku hatte Niki Lauda als leidgeprüfter Mercedes-Teamaufsichtsrat einen Ratschlag parat. Ins Büro würde er die beiden Piloten zitieren und "erklären, wieviel weniger sie ausgezahlt bekommen für den Schaden, den sie angerichtet haben", sagte der Österreicher nach dem Grand Prix von Aserbaidschan.

Lauda ist mit der Thematik nicht unerfahren. Mit Lewis Hamilton und Nico Rosberg hatte das Silberpfeil-Team seinerzeit selbst ein zum Teil vergiftetes Fahrerduell zu bändigen.

Hartes Rad-an-Rad-Duell

Ricciardo und Verstappen hatten sich am Sonntag schon das ganze Rennen bekämpft. Zehn Runden vor Schluss lagen sie dann in Reichweite zum Podest, als der Australier dem Niederländer ins Heck krachte. "Sie müssen so viel Hirn haben, dass sie gar nicht erst in so eine Situation kommen", rügte Motorsportberater Helmut Marko die beiden.

Verstappen hatte auf der Zielgeraden mit Spurwechseln die Innenbahn blockiert, Ricciardo war schließlich aufgefahren - das vorzeitige Aus. "Beide tragen die gleiche Schuld", sagte Teamchef Christian Horner nach einem Gespräch mit dem reumütigen wie explosiven Duo. Eine Stallorder will Red Bull nicht einführen. "Das Wichtigste ist, dass sie daraus lernen und es nicht noch einmal machen", sagte Horner. In der Rennfabrik soll das Duo aber Abbitte leisten.

Normalerweise reisen die Formel-1-Piloten nach den Rennen nach Hause. Ricciardo und Verstappen wurden aber in die Fabrik nach Milton Keynes zitiert und müssen sich bei den Mitarbeitern entschuldigen. Der "Sorry-Flug" wurde von Red-Bull-Motosport-Boss Helmut Marko und Teamchef Christian Horner verordnet. Horner: "Beide werden vor dem nächsten Rennen in Barcelona noch einmal im Werk sein und sich nochmals bei jedem Teammitglied entschuldigen, denn wir alle wissen, dass es ein Teamsport ist."