Vettel zum Saisonstart aus Pole Position
Für Vettel kam die sechste Pole seiner Karriere etwas überraschend, war der Freitag doch gar nicht nach Wunsch verlaufen. "Unsere Leute haben nicht viel Schlaf bekommen", sagte der Vizeweltmeister. Zwar habe er gewusst, dass der RB6 ein schnelles Auto sei. Was im Rennen passiert, sei aber sehr schwer abzuschätzen. Erstmals sind im Rennen Tankstopps verboten, zudem müssen die Top Ten das Rennen auf den Qualifying-Reifen in Angriff nehmen.
Felipe Massa gab mehr als sieben Monate nach seinem schweren Unfall im Ferrari ein glänzendes Comeback und hielt sogar Neuzugang Alonso in Schach hielt. Der leicht favorisierte Alonso war vom Ferrari angetan. "Es ist aber sehr schwierig, hier eine ganze Runde ohne Fehler zu fahren", verwies der Spanier auf die verlängerte Strecke.
Bei 34 Grad im Schatten hatten einige Piloten in der Wüste von Bahrain zu kämpfen. Die McLarens der beiden vergangenen Weltmeister Lewis Hamilton und Jenson Button kamen nicht über die Plätze vier und acht hinaus. Die Diskussionen um deren innovative Aerodynamik, die einige Konkurrenten für illegal halten, dürften damit abflauen. Selbst Schumachers Comeback geriet nach der Glanzleistung von Vettel einige Minuten aus dem Rampenlicht. Der Rekordchampion nahm Platz sieben relativ entspannt zur Kenntnis. Er lag knapp drei Zehntel hinter Rosberg.
Die neuen Teams verloren erwartungsgemäß allesamt über fünf Sekunden. Bester war etwas überraschend der deutsche Virgin-Pilot Timo Glock, der die Lotus von Jarno Trulli und Heikki Kovalainen auf die Plätze 20 und 21 verwies. Weltmeister-Neffe Bruno Senna verlor im Hispania knapp neun Sekunden, sein Teamkollege Karun Chandhok als Letzter sogar mehr als zehn.
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